So, 22. Juli 2018

Milliardengrab

22.09.2011 10:06

Bing macht pro Quartal 1 Milliarde Dollar Verlust

Die hauseigene Suchmaschine Bing entpuppt sich für Softwaregigant Microsoft immer mehr als Milliardengrab: Pro Quartal mache sie eine Milliarde Dollar (740 Millionen Euro) Verlust, berichtet CNN. Größtes Problem von Bing ist der übermächtige Konkurrent Google.

Bing hat seit dem Start im Juni 2009 ganze 5,5 Milliarden Dollar (4,07 Milliarden Euro) Verlust eingefahren, so "CNN Money" unter Berufung auf Bilanzen Microsofts.

Des riesigen Finanzlochs ist sich Microsoft bewusst. "Unsere Herausfoderung ist, dass niemand morgens aufwacht und sagt: 'Ich wünschte wirklich, es gäbe eine bessere Suchmaschine'", sagte Bing-Chef Stefan Weitz. So sei es schwierig, Bing auf dem Markt zu positionieren. Die Microsoft-Suchmaschine hat laut einer Messung von Comscore derzeit einen Marktanteil von 14,7 Prozent, zum Start lag dieser bei 8,4 Prozent.

Google völlig unbeeindruckt von Bing
Problematisch ist jedoch, dass Microsoft vor allem seinen Kooperationspartnern Yahoo, Ask.com und AOL - die ohnehin mit sinkender Popularität kämpfen - Marktanteile abgeluchst hat. Der übermächtige Konkurrent Google hingegen hat von 65 Prozent bei Bing-Start auf 64,8 Prozent heute praktisch keinen Nutzer verloren.

Doppelter Marktanteil für Gewinne nötig
Um in die Gewinnzone zu gelangen, sei laut Analysten eine Verdoppelung des Marktanteils auf etwa 25 bis 30 Prozent nötig, berichtet CNN. Dieses Ziel will Microsoft zumindest derzeit trotz der Milliardenverluste nicht aufgeben. Zuletzt hatte der Konzern bessere Suchergebnisse durch eine engere Facebook-Anbindung versprochen.

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