Fr, 17. August 2018

Schärfere Kontrolle

20.09.2011 09:59

Mikroblogging ruft Zensoren in China auf den Plan

Der chinesische Kurznachrichtendienst Weibo hat eine Verschärfung der Kontrollen in seinem Internet-Netzwerk angekündigt. Das Unternehmen wolle die rasche Verbreitung von Gerüchten auf Weibo eindämmen, sagte der Geschäftsführer der Betreiberfirma Sina, Charles Chao, laut einem Bericht der halbstaatlichen Nachrichtenagentur China News Service vom Montag.

"Es gibt viele falsche Informationen und Gerüchte auf Weibo", sagte Chao demnach am Sonntag. Dies sei eine große Herausforderung für die Regierung und für Händler. Zur Überwachung der Plattform seien zehnköpfige Teams gebildet worden.

Anfang des Monats hatte der chinesische Propagandachef Li Changchun den Chef der größten chinesischen Suchmaschine Baidu, Robin Li, getroffen. Kurz darauf besuchte der ranghöchste Vertreter der Kommunistischen Partei Pekings die Betreiber von Weibo sowie der Videoplattform Youku. Während des Besuchs bei Sina mahnte der Parteivertreter, die Verbreitung von "falscher und schädlicher Information" zu stoppen.

Kurznachrichtendienste haben in China in den vergangenen Monaten einen spürbaren Aufwind bekommen und sich zu einer effektiven Plattform für Kritik an der Regierung und schlechter Unternehmensführung entwickelt, während die Presse von den Behörden streng kontrolliert wird. Von den 485 Millionen Internetnutzern im Land sind laut dem Betreiber 200 Millionen bei Weibo angemeldet.

Ausländische Dienste wie Twitter oder Facebook unterliegen bereits der chinesischen Zensur. Tausende Menschen hatten im Juli Weibo genutzt, um die Regierung nach einem Zugunglück mit mindestens 40 Toten zu kritisieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Eklat in EL-Quali
Becherwurf in Graz: UEFA vertagt Entscheidung
Fußball National
Runde der letzten 32
Champions League: Hammerlos für St. Pöltens Damen
Fußball National
Seien Sie live dabei!
Ganz Linz feiert mit der „Krone“
Oberösterreich
„Trauriges Lächeln“
Kiew ätzt über Putin-Besuch bei Kneissl-Hochzeit
Österreich
Abschied nach Saison
Alonso: Darum kehrt er der Formel 1 den Rücken
Video Sport
„Darf sich ausruhen“
Lionel Messi lässt Argentiniens Testspiele aus
Fußball International
Nach Lieferproblemen
2. WM-Stern: Neues Frankreich-Trikot endlich da!
Video Fußball
Hochzeit als Politikum
Putin sagte Kneissl schon am 19. Juli zu!
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.