18.03.2005 13:57 |

Besser als ihr Ruf

SMS bringen Jugendliche zum Schreiben

Kryptische Abkürzungen, verstümmelte Texte, eine eigenwillige Grammatik: SMS sind nicht gerade schöne Deutschaufsätze. Und trotzdem finden sogar Sprachwissenschaftler das Simsen positiv. Früher hatte man befürchtet, die Menschen würden durch PCs weniger schreiben – aber das Gegenteil sei der Fall.
Wer nie einen Brief schrieb, schreibt heute eine Mail oder eine SMS. Dass die SMS-Texte meist kurz sind, spielt dabei keine Rolle, meinten Sprachforscher auf einer Sprachkonferenz in Deutschland, das passe einfach zur Situation. Von einem Verfall der Sprache könne man deshalb nicht sprechen. Wer allerdings nur SMS verfasse, werde vermutlich auch nie einen längeren Text lesen, gab ein Philologe zu bedenken. Bei der Jahrestagung der Linguisten diskutierten mehr als 450 Fachleute aus rund 25 Ländern 4 Tage lang über das Verstehen von Texten.


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