25.09.2022 09:43 |

„Reisende im Nachteil“

SPÖ fordert: Vorkasse für Flugtickets abschaffen

Die SPÖ hat einen parlamentarischen Entschließungsantrag zur Einschränkung der Vorkasse bei Flugbuchungen eingebracht. Die Zahlung der Flugbuchung soll - abgesehen von einer geringen Anzahlung - möglichst erst am Tag der Leistungserbringung („bei Abfertigung des Fluges“) erfolgen. Weiters soll es eine gesetzlich festgelegte Insolvenzabsicherung für Flugunternehmen geben, wie sie für Pauschalreiseveranstalter bereits gesetzlich gilt.

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„Reisende müssen ihre Flugtickets üblicherweise bereits bei der Buchung bezahlen. Das kann bei Urlaubsreisen oft Monate im Voraus sein. Diese Praxis benachteiligt die Fluggäste, da Flugausfälle fast immer zu Lasten der Reisenden gehen“, so die SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Christian Drobits zur APA. Sie betont: „Damit muss Schluss sein.“

Gutscheine statt Rückerstattung rechtswidrig
Im Fall einer Stornierung müssten sich derzeit die Konsumentinnen und Konsumenten mühsam und teilweise langwierig um eine Rückerstattung bemühen. Zwar müssten Fluggesellschaften bei annullierten Flügen den Passagieren nach geltender Rechtslage den Ticketpreis erstatten, viele Airlines hätten ihre Kunden aber stattdessen gezwungen, Gutscheine anzunehmen, was rechtswidrig sei, so Drobits.

Die Bundesregierung wird in den Entschließungsantrag des weiteren ersucht, sich auch auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, dass die Einschränkung der Vorkasse bei Flugbuchungen Eingang in die Fluggastrechte-Verordnung finden.

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