05.08.2022 10:00 |

Tausende Euro weg

Grazer (21) fiel Anlagebetrügern im Netz zum Opfer

Ein 21-jähriger Grazer ist über eine Website im Internet auf einen Anlagebetrug hereingefallen und hat dabei mehrere Tausend Euro verloren. Der Mann war laut Polizei über einen Nachrichtendienst von einer Person kontaktiert und auf vermeintlich lukrative Investitionsgeschäfte hingewiesen worden. Der Steirer überwies daraufhin seit Juni Geld, doch als er auf seine angeblich mehrere Zehntausend Dollar Gewinn zugreifen wollte, flog der Schwindel auf.

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Ende Juli hatte der 21-Jährige sein Geld abheben wollen, doch ihm wurde der Zugriff verwehrt, berichtete die Landespolizeidirektion Steiermark am Freitag. Als er sich beim Kundensupport der Website meldete, sollte er erneut mehrere Tausend Euro überweisen, um Zugriff auf sein Geld zu erhalten. Der Grazer erstattete daraufhin Anzeige. Ob er seine Investitionen jemals wieder sieht, ist zu bezweifeln.

Geld verschwindet in kriminellen Netzwerken
Die Masche der Betrüger nennt sich „Cyber Trading Fraud“: Dabei werden potenzielle Anleger im Internet zu Geldzahlungen für vermeintlich lukrative Investitionsgeschäfte verleitet. Angeworben werden die Opfer über Internet-Werbeanzeigen, soziale Netzwerke, Anrufe aus eigens geschaffenen Call-Centern oder Massenmails.

Die Plattformen sind sehr professionell gestaltet und täuschen anfangs hohe Gewinne vor, um die Opfer zu weiteren Zahlungen zu verleiten. Das bezahlte Geld wird allerdings nicht angelegt, sondern verschwindet im kriminellen Netzwerk, warnten die Ermittler. „Das schnelle Geld und hohe Gewinnchancen gibt es auch im Internet nicht. Wenn Ihnen etwas ‘zu schön scheint, um wahr zu sein‘, ist es höchstwahrscheinlich ein Betrug“, so die Polizei.

So schützen Sie sich

  • Recherchieren Sie im Internet, ob es Warnungen oder Beschwerden zu diesen Plattformen oder Gesellschaften gibt, z.B.: Watchlist Internet, Suchmaschinen-Ergebnisseiten.
  • Vergewissern Sie sich, dass im Falle von Trading- oder Handelsplattformen eine entsprechende Konzession der Finanzmarktaufsicht (FMA) besteht und prüfen Sie, ob bereits eine Warnung der FMA zu dieser Plattform oder den Betreibergesellschaften vorliegt. Hinweise und Anfragemöglichkeiten finden Sie unter www.fma.gv.at
  • Schauen Sie sich die Trading-Plattform genau an: Ist ein Impressum angegeben? Ist ein Verantwortlicher telefonisch erreichbar? Nimmt man sich Zeit, Ihnen das Geschäftsmodell zu erklären? Wenn diese Punkte nicht zutreffen, lassen Sie die Finger von dem Geschäft.
  • Lesen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, kurz AGB. Sind diese schlüssig und seriös?
  • Wenn Sie nach der ersten Einzahlung sofort kontaktiert werden und nachdrücklich mehr Geld verlangt wird, zahlen Sie keinesfalls weitere Summen.
  • Kreditkartenzahlungen sind teilweise bis zu drei Wochen stornierbar und die Zahlungen können zurückgefordert werden.
  • Wenn Sie bereits einen Schaden erlitten haben, erstatten Sie auf jeden Fall eine Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle. Sie brauchen sich nicht zu schämen - Ihre Mitarbeit kann für Ermittlungstätigkeiten hilfreich sein. Melden Sie den Sachverhalt auch der FMA.
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