Gewalt gegen Mitarbeiter, Diebstähle und unhaltbare Zustände in einer Linzer KiK-Filiale sorgen weiter für politische Reaktionen. FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml fordert nach den „Krone“-Berichten mehr Polizeipräsenz, Videoüberwachung und die Entfernung der neuen Sitzgelegenheiten vor dem Geschäft.
Nach den erschütternden Schilderungen der Mitarbeiter der KiK-Filiale an der südlichen Landstraße über Gewalt, Diebstähle und unhaltbare Zustände – die „Krone“ berichtete – schaltet sich nun auch FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml ein.
Mehr Polizei und Videoüberwachung
„Die Zustände sind untragbar. Die südliche Landstraße droht immer mehr zu versandeln. Wer dort arbeitet oder einkauft, muss sich sicher fühlen können“, sagt Raml. Die Vorfälle seien keine Bagatelldelikte, sondern klare Fälle für die Polizei. Der Sicherheitsstadtrat fordert daher, die Schwerpunktkontrollen rund um den Volksgarten wieder aufzunehmen, die Polizeipräsenz zu verstärken und den Bereich rund um Volksgarten sowie Bus- und Straßenbahnhaltestellen per Video zu überwachen.
Bänke-Hin-und-Her
Für Unverständnis sorgt beim Freiheitlichen, dass vor ein paar Monaten vor der KiK-Filiale neue Sitzgelegenheiten errichtet wurden. Erst vor rund einem Jahr seien ähnliche Bänke beim Volksgarten auf sein Drängen entfernt worden, weil sie überwiegend von der Suchtgiftszene genutzt worden seien.
„Sitzgelegenheiten ziehen Drogenklientel an“
„Ich habe von Anfang an davor gewarnt, dass diese Sitzgelegenheiten überwiegend nicht von Familien und älteren Menschen genutzt, sondern erneut Drogenklientel anziehen werden“, so Raml. Er fordert deshalb ihre umgehende Entfernung. Sie könnten seiner Ansicht nach an anderen Orten – etwa im Süden – wesentlich sinnvoller eingesetzt werden. Ihm sei bewusst, dass damit die Probleme rund um die südliche Landstraße nicht vollständig gelöst würden. Es könne aber ein wichtiger Beitrag sein.
Vor einem Jahr verschwanden die Sitzbänke beim Volksgarten, weil sie vor allem von der Suchtgiftszene genutzt wurden. Wenige Meter weiter entstanden Sitzgelegenheiten in der Begegnungszone. Jetzt sollen auch die wieder weg. Ende August: Das neue Entrée zum Volksgarten bekommt – natürlich – wieder Sitzgelegenheiten. Und ja, Sitzbänke sind nicht das Problem. Wer das glaubt, verwechselt Ursache und Wirkung. Menschen werden nicht suchtkrank, weil irgendwo eine Bank steht. Genauso wenig verschwinden soziale Probleme, wenn man sie um 50 Meter verlagert. Bleibt nur die Frage, wann die nächste Runde beginnt. Die Reise nach Jerusalem endet schließlich erst, wenn kein Sessel mehr übrig ist.
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