„Terror“ gegen Westen

Selenskyj: „Russland entfacht offenen Gas-Krieg“

Ukraine-Krieg
26.07.2022 07:37

Mit der Drosselung der Gaslieferungen mache es Russland Europa absichtlich schwer, sich auf den Winter vorzubereiten. Damit zeige Moskau wieder einmal, dass es sich nicht für das Schicksal der Menschen interessiere, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montagabend in seiner täglichen Videobotschaft. „Dies ist ein offener Gas-Krieg, den Russland entfacht gegen das vereinte Europa. Das sind einfach nur verschiedene Formen von Terror“, sagte Selenskyj.

Dabei bezog er sich auf die Ankündigung von Gazprom, die Lieferungen durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 ab Mittwoch zu reduzieren. Die Leistung soll von 40 auf 20 Prozent gedrosselt werden. Für Europa ist das laut Selenskyj eine weitere Bedrohung. Statt an eine Rückgabe der bereits reparierten Gasturbine zu denken, sollten die Sanktionen gegen Russland weiter verschärft werden. „Tun Sie alles, um Russlands Einnahmen nicht nur aus Gas und Öl zu reduzieren, sondern auch aus anderen Exporten, die noch bleiben.“ Jede weitere Handelsbeziehung sei ein „potenzielles Mittel des Drucks für Russland.“

„Russland lässt Menschen hungern und frieren“
Russland zeige einmal mehr, dass es sich nicht für das Schicksal der Menschen interessiere. Das Land lasse die Menschen durch die Blockade ukrainischer Getreideausfuhren hungern sowie unter Kälte, Armut und Besatzung leiden. Nachdem sich die Ukraine und Russland auf ein Abkommen zu Getreidelieferungen geeinigt hatten, haben russische Truppen nur einen Tag später den Hafen von Odessa mit Raketen angegriffen. Ziel ist es laut Moskau gewesen, US-Waffen zu zerstören. Die Getreidelager wurden nicht getroffen.

Neue Befehlshaber im Osten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt nach größeren Gebietsverlusten (z. B. Luhansk, Donezk zur Hälfte) nun neue Befehlshaber der Sondereinsatzkräfte der Armee ein. Viktor Horenko soll die Truppen kommandieren, der Generalmajor Hryhorij Halahan wurde in den Geheimdienst versetzt. Laut Kiew soll mittlerweile ein Fünftel des Staatsgebiets vom russischen Militär kontrolliert werden. Um den Vormarsch zu stoppen und besetzte Gebiete zurückzuholen, fordert Selenskyj immer wieder schwere Waffen vom Westen.

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