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Siemens und Nokia bleiben auf NSN sitzen

Elektronik
14.07.2011 10:38
Siemens und Nokia bleiben auf dem gemeinsamen Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) sitzen. Die Gespräche mit interessierten Finanzinvestoren seien beendet worden, teilte NSN am Mittwoch mit. Die bestehenden zwei Eigentümer wollten nun die Wettbewerbsfähigkeit der gebeutelten Tochter weiter steigern, hieß es.

"Wir glauben, dass die bestehenden Eigentümer in der besten Position sind, den Wert des Unternehmens weiter zu steigern", zeigte sich NSN-Verwaltungsratschef Olli-Pekka Kallasvuo zuversichtlich. Ein Siemens-Sprecher sagte: "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass jede neue Inhaberstruktur einen langfristigen Nutzen für NSN bringen muss." Kurzfristig schadete die Nachricht allerdings der Nokia-Aktie. In Helsinki verlor das Papier gut vier Prozent und notierte erstmals seit Jänner 1998 unter vier Euro.

Siemens betonte, dass die Finanzinvestoren von sich aus Interesse gezeigt hätten und nicht die Besitzer auf sie zugegangen wären. Konzernchef Peter Löscher will über kurz oder lang aus dem Gemeinschaftsunternehmen aussteigen. Siemens und die Finnen haben sich bis 2013 aneinander gebunden, die weitere NSN-Zukunft ist unklar.

NSN wurde 2007 gegründet und reiht seither einen Jahresverlust an den anderen. Die auf den Bau und Betrieb von Telefon- und Datennetzen spezialisierte Firma hat schwer unter der Billigkonkurrenz aus China zu leiden. NSN-Chef Rajeev Suri hat zuletzt mit dem Geldsegen der Mütter die Netzwerksparte von Motorola gekauft, um stärker auf den US-Markt vorzudringen.

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