Straßen repariert

Kärntens Fahrbahnen wurden kaputtgespart

Kärnten
30.03.2022 06:54
Kärntens Straßen wurden kaputtgespart – wir berichteten. Mehr als 300 „Krone“-Leser haben daraufhin die Redaktion in den vergangenen Tagen mit Fotos von desolaten Fahrbahnen überhäuft. Straßenbau-Referent Martin Gruber verspricht Besserung. Alleine heuer werden 35 Millionen Euro investiert – ein heißer Tropfen auf dem Asphalt?

Das Kärntner Landesstraßennetz umfasst stolze 2750 Kilometer, gesäumt mit 1750 Brücken und 3500 Stützbauwerken. Viel davon ist desolat. Im Bezirk Hermagor gibt es inzwischen überhaupt keine Landesstraße mehr, die nicht den Titel Rumpelpiste verdient. Doch auch in den Gemeinden und Städten ist es nicht besser:

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Die Asphaltdecke ist abartig. 30 Minuten und man benötigt fast neue Radlager!

"Krone"-Leserin Anna H. über den Asphalt in der Villacher Innenstadt

Laut Michael S. schaut es im Bezirk Völkermarkt nicht viel besser aus.

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Unsere Straßen wurden über Jahre kaputtgespart. Landesvermögen wurde vernichtet!

Landesrat Martin Gruber, Kärntens Straßenbaureferent

200 Millionen Euro wären notwendig gewesen
Alleine um den Straßenzustand zu erhalten, hätten laut Experten 200 Millionen Euro in den vergangenen 20 Jahren investiert werden müssen. „Es wird sicher Jahre dauern, um diesen gewaltigen Investitionsstau abzubauen“, so Gruber, der bereits 2018 eine Straßenbauoffensive gestartet hat. Doch dafür braucht es Geld, sehr viel Geld.

Fleckerlteppich wird erweitert
Heuer sind dafür 35 Millionen vorgesehen – der vielen Autofahrern bekannte Fleckerlteppich wird erweitert. Neuen Asphalt gibt es etwa für die Klagenfurter Stadteinfahrten – jedoch nicht flächendeckend, sondern eben nur punktuell. Die Ortsdurchfahrt von Arnoldstein wird dafür komplett saniert.

Klagenfurt, Spittal und Villach im Fokus
Am meisten Geld fließt mit 9,4 Millionen Euro in die beiden Bezirke Klagenfurt und Klagenfurt-Land. Spittal folgt mit 8,24 Millionen sowie Villach und Villach-Land zusammen mit 5,28 Millionen Euro.

Stiefkinder sind Wolfsberg und Feldkirchen
Am wenigsten investiert wird in Feldkirchen und Wolfsberg mit je 1,6 Millionen Euro, wo die Straßen scheinbar noch den besten Zustand haben. Zum Vergleich: Die Generalsanierung von einem Kilometer Landesstraße kostet im Durchschnitt eine Million Euro. Wir werden also noch lange über Rumpelpisten rollen . . .

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