Das Kärntner Landesstraßennetz umfasst stolze 2750 Kilometer, gesäumt mit 1750 Brücken und 3500 Stützbauwerken. Viel davon ist desolat. Im Bezirk Hermagor gibt es inzwischen überhaupt keine Landesstraße mehr, die nicht den Titel Rumpelpiste verdient. Doch auch in den Gemeinden und Städten ist es nicht besser:
Die Asphaltdecke ist abartig. 30 Minuten und man benötigt fast neue Radlager!
"Krone"-Leserin Anna H. über den Asphalt in der Villacher Innenstadt
Laut Michael S. schaut es im Bezirk Völkermarkt nicht viel besser aus.
Unsere Straßen wurden über Jahre kaputtgespart. Landesvermögen wurde vernichtet!
Landesrat Martin Gruber, Kärntens Straßenbaureferent
200 Millionen Euro wären notwendig gewesen
Alleine um den Straßenzustand zu erhalten, hätten laut Experten 200 Millionen Euro in den vergangenen 20 Jahren investiert werden müssen. „Es wird sicher Jahre dauern, um diesen gewaltigen Investitionsstau abzubauen“, so Gruber, der bereits 2018 eine Straßenbauoffensive gestartet hat. Doch dafür braucht es Geld, sehr viel Geld.
Fleckerlteppich wird erweitert
Heuer sind dafür 35 Millionen vorgesehen – der vielen Autofahrern bekannte Fleckerlteppich wird erweitert. Neuen Asphalt gibt es etwa für die Klagenfurter Stadteinfahrten – jedoch nicht flächendeckend, sondern eben nur punktuell. Die Ortsdurchfahrt von Arnoldstein wird dafür komplett saniert.
Klagenfurt, Spittal und Villach im Fokus
Am meisten Geld fließt mit 9,4 Millionen Euro in die beiden Bezirke Klagenfurt und Klagenfurt-Land. Spittal folgt mit 8,24 Millionen sowie Villach und Villach-Land zusammen mit 5,28 Millionen Euro.
Stiefkinder sind Wolfsberg und Feldkirchen
Am wenigsten investiert wird in Feldkirchen und Wolfsberg mit je 1,6 Millionen Euro, wo die Straßen scheinbar noch den besten Zustand haben. Zum Vergleich: Die Generalsanierung von einem Kilometer Landesstraße kostet im Durchschnitt eine Million Euro. Wir werden also noch lange über Rumpelpisten rollen . . .











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