Paul ist 16 Jahre alt, lebt mit seinen Eltern in Klagenfurt und war ein braver Schüler. Seit den Lockdowns hat er keine Lust mehr - verweigert den Schulbesuch, verkriecht sich in seinem Zimmer. Seine Eltern sind ratlos, Streit steht an der Tagesordnung. Ein geschultes Familiencoach-Team hilft künftig in solchen Situationen.
Essstörungen, fehlende Lebensfreude und ständiger Streit - nur einige der Probleme, die sich seit der Covid-Krise häufen. Für solche brenzligen Konfliktverhältnisse im Familienleben gibt es ab heute den mobilen Familiencoach. Ein Team aus speziell geschulten Pädagogen, Sozialarbeitern und Psychologen steht hilflosen Eltern mit Rat und, wenn nötig, mit Tat zur Seite.
Die Folgen der Covid-Krise belasten uns alle – aber vor allem Kinder und Jugendliche. Der mobile Familiencoach hilft jetzt bei Konflikten.
Beate Prettner, Sozialreferentin
Telefonische Hilfestellung
„Diese professionelle Hilfe ist freiwillig, kostenlos, unbürokratisch - und wenn gewollt anonym“, stellt Sozialreferentin Beate Prettner das Projekt vor, das Land Kärnten und Diakonie de La Tour gemeinsam entwickelt haben. Raphael Schmid, der Kärntner Kinderschutzbeauftragte, erklärt: „Der mobile Familiencoach ist eine Beratungsstelle, die telefonisch Hilfestellungen anbietet, und wenn nötig sogar zu Ihnen nach Hause kommt.“
Das Familiencoach-Team setzt dabei auf gewaltfreie Kommunikation: „Wir wollen durch offene Fragen in den Dialog kommen und bestehende Stärken ausbauen“, sagt Mathias Liebenwein von der Diakonie.
Mobiler Familiencoach unter 0800/ 240012
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