Die Gemeinderatssitzung in Klagenfurt beginnt heute erstmals nicht nachmittags, sondern bereits um 10 Uhr – so spart die Stadt zukünftig einiges an Überstundenzahlungen!
Jahrzehntelang begann eine Gemeinderatssitzung in Klagenfurt um 14 Uhr – eingeleitet von einer Fragestunde. Sachthemen starteten oft erst gegen 16 Uhr, das Sitzungsende lag nicht selten nach 23 Uhr. Das ändert sich nun: Die 39. Sitzung am Dienstag beginnt bereits um 10 Uhr. Die „Krone“ hat mehrfach über die damit verbundene Problematik berichtet.
Die bisherigen Abläufe galten als belastend – nicht nur für Mandatare. Vor allem dringliche Anträge rückten oft erst spätabends auf die Tagesordnung. Auch organisatorisch hatte das System Folgen: 25 Mitarbeiter des Magistrats begleiteten diese bis zum Ende. Pro Termin fielen so etwa 150 Überstunden an, im Jahr summierte sich das auf rund 1000 Stunden.
Mit der Vorverlegung setzen wir auf Menschlichkeit. Ein strukturierter Arbeitstag statt Nachtsitzungen ist ein Gewinn.
Ronald Rabitsch, SPÖ-Vizebürgermeister
Angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt, die aktuell mit einem Zwölftelbudget arbeitet, wird bei Überstunden nun gespart. „Ich wollte von allen Fraktionen ein Signal haben, das war sofort da. Danach habe ich die Zeit vorgelegt“, so Bürgermeister Christian Scheider. Es seien sowieso nur sieben bis acht Sitzungen im Jahr, die Mandatare werden mit 12.000 beziehungsweise 24.000 Euro dafür entlohnt.
Kein Budget für 2026
„Mit der Vorverlegung setzen wir auf Effizienz und Menschlichkeit“, sagt auch SP-Vizebürgermeister Ron Rabitsch. Diesmal geht es um den Rechnungsabschluss für 2025, der ein Plus von 22 Millionen Euro brachte. Dennoch gibt es kein Budget für 2026. Die SP, die das Finanzressort führt, wird deshalb von allen Parteien kritisiert werden. Inhaltlich steht diesmal der Rechnungsabschluss 2025 im Mittelpunkt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.