Während Bayern München als Meister feststeht, spitzt sich der Abstiegskampf in der deutschen Fußball-Bundesliga zu. Acht Klubs zitterten noch vor den letzten vier Runden. Schon an diesem Wochenende stehen in den Partien Wolfsburg gegen Borussia Mönchengladbach und Heidenheim gegen St. Pauli zwei direkte Duelle im Tabellenkeller an – mit möglicherweise (vor-)entscheidendem Charakter. Heidenheim stünde bei einer Niederlage gegen den Drittletzten als erster Absteiger fest.
Selbst Union Berlin (11./32 Punkte) war vor dem Gastspiel in Leipzig nicht aus dem Schneider. Dahinter lagen Köln, Mönchengladbach, der HSV und Bremen mit jeweils 31 Punkten. Dass die Kölner ihren Vorsprung von fünf Punkten auf den Relegationsplatz und das im Vergleich beste Torverhältnis noch verspielen, scheint nach dem wichtigen 1:1 gegen Konkurrent St. Pauli am letzten Freitag nicht sehr wahrscheinlich. Der FC hat sich unter Trainer Rene Wagner stabilisiert. Fünfmal sind die Kölner um Florian Kainz zuletzt ungeschlagen geblieben. Allerdings warten noch Duelle mit den Topteams Leverkusen (Samstag) und den Bayern.
Bei Borussia Mönchengladbach (13.) zeigt der Trend nach unten. Viermal in Folge hat das Team von Eugen Polanski nicht gewonnen. Fünf Punkte Vorsprung sowie das deutlich bessere Torverhältnis gegenüber St. Pauli wirken allerdings noch komfortabel. Mit einem Sieg beim Vorletzten aus Wolfsburg gelänge am Samstag ein großer Schritt.
Knackiges Restprogramm
Werder Bremen (15.) hat den Nord-Rivalen HSV (14.) zuletzt mit einem Derbysieg mit in den Abstiegskampf gezogen. „Man hat schon gesehen, wie viel Ballast doch bei den Jungs abfiel“, sagte Bremen-Trainer Daniel Thioune. Zudem hat sich die Personalsituation beim Verein der Österreicher Marco Friedl, Romano Schmid, Marco Grüll und Maximilian Wöber zuletzt entspannt. Das Restprogramm aber hat es in sich. Mit Cupfinalist Stuttgart am Samstag, Hoffenheim und Dortmund geht es noch gegen drei Klubs, die in die Champions League drängen. Der HSV bestreitet sogar alle vier Spiele gegen Vereine, die um die Europacup-Teilnahme spielen. Am Samstag kommt Hoffenheim in die Hansestadt.
Nicht allzu viel spricht dafür, dass sich St. Pauli (16.) noch verbessert. Zarte Hoffnung, dass die Position zumindest gehalten werden kann, gibt der Spielplan. Am Samstag geht es zum Tabellenletzten Heidenheim, am letzten Spieltag kommt allerdings der aktuell Vorletzte Wolfsburg zum Millerntor. St. Paulis Offensive ist mit 26 Treffern die harmloseste der Liga. Und die Defensive, ein entscheidender Faktor beim Ligaerhalt in der Vorsaison, steht nicht mehr so sicher.
Endspiel in der letzten Runde möglich
Wolfsburgs (17.) vorrangiges Ziel ist das Erreichen des Relegationsplatzes, auf dem St. Pauli mit zwei Punkten mehr sitzt. Am letzten Spieltag kommt es zum direkten Duell. „Natürlich ertappt man sich dabei, dass man sich das Restprogramm anguckt und schaut, was noch so möglich ist, auch gegen wen die anderen spielen“, sagte der erfahrene VfL-Coach Dieter Hecking. Das 2:1 bei Union Berlin zuletzt war ein Lebenszeichen vom VW-Klub. Es war der erste Sieg des Teams von Patrick Wimmer nach zwölf Spielen. Gladbach am Samstag scheint eine sportlich lösbare Aufgabe.
Heidenheim (18.) hat sich innerlich schon vor Wochen auf den drohenden Abstieg eingestellt und punktet seitdem regelmäßiger. Allerdings hat das Team in der laufenden Saison gerade mal vier Spiele gewonnen, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt sieben Punkte. An der Spitze kommt es zum Schaulaufen eines Bayern-B-Teams in Mainz. Der Zweite Dortmund empfängt den Siebenten Freiburg.
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