17.11.2004 16:05 |

Klagewelle

Filmindustrie klagt Internet-Piraten

Bis jetzt mussten nur User, die Musik im Internet tauschen, sich vor Mega-Klagen fürchten. Aber jetzt holt die US-Filmindustrie zum großen Schlag aus. Nach Angaben der Motion Picture Association of America hat eine erste Klagewelle begonnen.
Geklagt werden vorerst anonyme User, deren Identitätim Zuge der Klage anhand der IP-Adresse ausgeforscht wird. DieGrundlage der Klagen sind jene Daten, die von den Hollywood-Studiosim vergangenen Jahr gesammelt wurden. Für jeden getauschtenFilm drohen Strafen von bis zu 30.000 Dollar.
 
Angst vor Popularitätsverlust
Dem Schritt der MPAA seien monatelange Diskussionenvorausgegangen, ob derartige Aktionen tatsächlich notwendigsind und wie die möglichen Auswirkungen auf das Filmgeschäftsein könnten. Hollywood hat offensichtlich den massiven Popularitätsverlustder Musikindustrie vor Augen. Die Filmindustrie ist zurzeit nochweniger von illegalem Film-Download betroffen als die Musikindustrie.
 
3 Mrd. Dollar Schaden
Nur rund zwei Prozent der in File-Sharing-Netzwerkenausgetauschten Daten sind laut Marktforscher Big Champagne Spielfilme,während rund 60 Prozent der Daten Musik- oder andere Audio-Dateiensind. Allerdings steigt der Film-Download aufgrund der zunehmendenVerbreitung von Breitband-Internet rasch an. Die MPAA schätzt,dass der jährliche Einnahmenverlust durch alle Formen derPiraterie bereits drei Mrd. Dollar überschritten hat. Bisherhat sich Hollywood vor allem auf den Kampf gegen DVD-Raubkopienkonzentriert.
 
(red/pte)
Dienstag, 15. Juni 2021
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