31.03.2021 12:20 |

Verhandlungen laufen

Osten: Im Büro (noch) keine FFP2-Pflicht ab Ostern

Es ist fix: Ab Donnerstag herrscht noch keine FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen und damit auch nicht am Arbeitsplatz - auch wegen der Blockade im Bundesrat. Über die Vorschriften für die Tage darauf verhandelt das Gesundheitsministerium noch mit den Sozialpartnern. Verhandelt wird auch noch über eine gemeinsame Lockdown-Lösung im Burgenland und in Niederösterreich. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) bekräftigte am Mittwoch erneut, sich bis Karfreitag mit Kollegin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) abstimmen zu wollen. Wien hatte zuvor bereits die „Osterruhe“ bis zum Sonntag nach Ostern verlängert. 

Nachdem sich sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmervertreter quergelegt haben, tritt die Ausweitung der FFP2-Maskenpflicht auch auf Innenräume - insbesondere den Arbeitsplatz - definitiv nicht  mit Gründonnerstag in Kraft, wie es eigentlich geplant war. Ob die Tragepflicht im Büro danach kommt, wird noch verhandelt.

Gebremst hat das Vorhaben des Gesundheitsministers, dass FFP2-Pflicht am Arbeitsplatz und verpflichtende Berufsgruppentests (mit denen die Maskenpflicht wegfallen könnte) als Schutzmaßnahmen-Paket gesehen werden. Die Pflicht zur wöchentlichen Testung für bestimmte Berufsgruppen liegt aber - mit der Blockade des Corona-Pakets durch die Oppositionsmehrheit im Bundesrat - für acht Wochen auf Eis.

Dramatischer Anstieg bei Schwerkranken
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) forderte am Dienstag im Bundesrat „rasch eine Notbremsung zur Absenkung der Infektionszahlen“. In den vergangenen Tagen davor hatte er mehrfach betont, dass er eine Ausweitung der Maßnahmen - in allen Bundesländern außer Vorarlberg - für dringend geboten halte. Angesichts des dramatischen Anstiegs bei den Schwerkranken hoffe er auf eine gute Lösung über die Osterfeiertage, bekräftigte Anschober am Mittwoch abermals.

Burgenland und Niederösterreich ringen um Lösung
Eine gemeinsame Lockdown-Regelung soll es zumindest für das Burgenland und Niederösterreich geben. „Einen Fleckerlteppich in der Ostregion“ verhindern, das war das erklärte Ziel, das Doskozil am Dienstag im Interview mit dem ORF-„Report“ ausgab. Man müsse „geschlossen auftreten“, sagte er in Richtung seiner Amtskollegin in St. Pölten.

Bis Freitag soll die Situation bei den Corona-Infektionen sowie in den Spitälern - vor allem auf den Intensivstationen - beobachtet und dann eine Entscheidung getroffen werden, hieß es am Mittwoch aus dem Büro des Landeshauptmanns gegenüber der APA. Die beiden Bundesländer stimmen sich dazu laufend ab, teilte Mikl-Leitners Büro mit. 

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen in burgenländischen Spitälern ist indes ein wenig gesunken. Nach dem Höchststand am Sonntag mit 25 Erkrankten betrug die Zahl derer, die intensivmedizinische Versorgung benötigen, am Mittwoch 19. Allerdings wurden auch drei weitere Todesfälle verzeichnet. 173 Neuinfektionen wurden verzeichnet.

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