Bei schweren Depressionen sollte freilich dringend ein Arzt konsultiert werden, leichte Verstimmungen kannst du aber selbst in Angriff nehmen.
"Glückshormon" heruntergefahren
Du musst wissen: Ohne Licht fährt der Körper die Produktion des "Glückshormons" Serotonin herunter. Dafür steigt in der Dunkelheit der Melatonin-Spiegel, der normalerweise in der Nacht den Schlaf steuert. Jetzt macht das Melatonin dich müde und schlapp. Einzige Abhilfe: So viel natürliches Licht wie möglich konsumieren. Das heißt - auch wenn es schwerfällt - bei jedem Wetter raus an die frische Luft, verkriechen gilt nicht. Der Himmel kann noch so bedeckt sein, das Licht ist immer noch heller als jede künstliche Lichtquelle.
Wer dazu noch Bewegung macht, also zügig spazieren geht, läuft, Nordic Walking betreibt, Langlaufen, Rodeln, Eislaufen oder Ski fahren geht, tut sich zusätzlich Gutes, weil Sport den Kreislauf anregt und den Körper mit Sauerstoff versorgt. Effekt: Man schläft nach der Anstrengung besser. Stimmungsaufhellend kann auch ein Besuch im Fitnessstudio sein.
Psychoaktive Pflanzen nützen
Wer mehr tun will, kann bewährte Naturheilmittel ausprobieren. Psychoaktive Pflanzen eignen sich besonders gut zur Selbsthilfe der Seele. Johanniskraut, Lavendel oder Baldrian können unterstützend angewendet werden, um depressive Verstimmungen und nervöse Störungen zu bekämpfen und den eigenen Glücksspeicher aufzufüllen.
Hier ein Rezept aus dem Ratgeber "Alternative Heilmittel für die Seele – Selbsthilfe bei Verstimmungen, Schlafstörungen und nervöser Erschöpfung":
25 g Passionsblumenkräuter
30 g Melissenkräuter
35 g Baldrianwurzel
10 g Lavendelblüten
Am besten lässt du dir die Mischung in der Apotheke zubereiten. Anwendung: Übergieße einen gehäuften Teelöffel der Kräutermischung mit einem Liter Wasser und lass das Ganze 20 Minuten bei schwacher Hitze kochen. Tee dann durch ein Sieb in eine Thermoskanne gießen. Über den Tag verteilt vier Tassen trinken.
Mehr dazu: Dr. Günter Harnisch: "Alternative Heilmittel für die Seele – Selbsthilfe bei Verstimmungen, Schlafstörungen und nervöser Erschöpfung" (schlütersche).
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