Sind am „Wendepunkt“

Eine Mrd. Menschen bis 2030 von Armut betroffen

Leben
03.12.2020 08:11
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Langzeitfolgen der Corona-Pandemie könnten den Vereinten Nationen zufolge die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen bis 2030 auf mehr als eine Milliarde steigen lassen. Noch aber könne diese Entwicklung abgewendet werden.

Die Studie vom UNO-Entwicklungsprogramm UNDP skizziert drei mögliche Zukunfts-Szenarien: Im schlimmsten Fall würden bis 2030 mehr als 200 Millionen Menschen zusätzlich unter extremer Armut leiden. Damit wäre weltweit mehr als eine Milliarde von Armut betroffen. Im „Basis-Szenario“ wären es 44 Millionen Menschen.

Pandemie als „Wendepunkt“
Es gebe aber auch ein positives Szenario, wonach bis 2030 über die derzeitigen Pläne hinaus zusätzlichen 146 Millionen Menschen aus der extremen Armut hinausgeholfen werden könne. Dafür müsse unter anderem in soziale Programme, Digitalisierung und den Kampf gegen den Klimawandel investiert werden. Die Pandemie sei ein „Wendepunkt“, sagte UNDP-Chef Achim Steiner. „Die Entscheidungen, die die Verantwortlichen jetzt treffen, könnten die Welt in sehr unterschiedliche Richtungen tragen.“

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