21.11.2020 08:00 |

Sorge in Corona-Krise

„Mehr Schutzmaßnahmen“ für Schwangere gefordert

Die Gewerkschaft fordert mehr Schutz für schwangere Arbeitnehmerinnen in der Corona-Krise. „Es braucht dringend auch für werdende Mütter mehr Schutzmaßnahmen, klare Regelungen und die Möglichkeit, früher in den Mutterschutz zu gehen“, so ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann. Weiters sollten Unternehmen auch den Kündigungs- und Entlassungsschutz für Schwangere respektieren und diese nicht zur einvernehmlichen Auflösung ihres Dienstvertrags drängen.

Viele schwangere Arbeitnehmerinnen wenden sich verzweifelt an den ÖGB, weil sie sich Sorgen um ihr ungeborenes Kind und ihre eigene Gesundheit machen, so Schumann. Aktuell gebe es zwar keine konkreten Hinweise darauf, dass das Coronavirus auf das Kind im Mutterleib übertragbar sei, aber auch nicht ausreichend Erfahrungsberichte.  „Der Schutz von schwangeren Frauen muss gerade auch in der Corona-Pandemie gewährleistet werden. Wir fordern daher in dieser sehr belastenden Ausnahmesituation die Möglichkeit auf vorzeitigen Mutterschutz für schwangere Arbeitnehmerinnen.“

Kündigungsschutz auch „in Corona-Krisenzeit“
Weiters kritisiert Schumann, dass viele Unternehmen Schwangere aufgrund der Corona-Pandemie zur einvernehmlichen Auflösung ihres Dienstvertrages drängen würden, doch dadurch verlieren sie den Anspruch auf das einkommensabhängige Kindergeld. Schumann appelliert daher an alle schwangeren Arbeitnehmerinnen, nichts unüberlegt zu unterschreiben, denn „Schwangere haben einen Kündigungs- und Entlassungsschutz - auch in der Corona-Krisenzeit!“

Dieselben Forderungen erhebt auch Elisabeth Vondrasek, Frauenvorsitzende der Gewerkschaft vida. Angesichts der hohen Infektionszahlen müssten speziell werdende Mütter vor einer Infektion mit Corona geschützt werden. Die Bundesregierung sollte hier endlich Klarheit schaffen und Schwangere nicht einem unnötigen Risiko aussetzen.

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