Viel Sonne, große Hitze und kein Regen. Die heimischen Flüsse trocknen zusehends aus – auch der Kamp. Dort springt jetzt aber der Stausee ein. Damit kann das Überleben der Fische im Fluss gesichert werden.
Schon den dritten Monat in Folge verzeichnen die heimischen Flüsse aufgrund der Wetterlage sinkende Wasserstände. Die Folgen sind bereits dramatisch. Denn große Hitze und anhaltende Trockenheit sind besonders für alle Wasserlebewesen – allen voran die Fische – lebensbedrohlich.
Zufluss nur noch mickrig
Auch am Kamp spitzt sich die Lage immer mehr zu. „Hier geht es bereits ans Eingemachte, die Zuflussmengen sind nur noch ein Bruchteil des Üblichen“, berichtet Stefan Zach, Kommunikationschef der EVN. Von den im Sommer normalerweise gemessenen 3000 bis 8000 Litern pro Sekunde waren zuletzt nur noch mickrige 150 Liter übrig. Das bringt die Fische im Kamp unter Druck. Doch der Fluss kann – noch – auf gewaltige Reserven zurückgreifen: den Stausee!
Wasser-Kontingent erhöht
Und da kommt die EVN ins Spiel. „Seit Wochen haben wir mit 1400 Litern in der Sekunde schon mehr Wasser aus dem See in den Kamp abgelassen“, so Zach. Und auf Wunsch der Behörden wurde dieses Kontingent jetzt auf 2000 Liter pro Sekunde erhöht. Obwohl auch der Seepegel bereits „vier Meter unter dem Vollstau“ liegt. Damit ist die ärgste Gefahr für die Kamp-Fische gebannt.
Dass der Stausee auch nicht mehr ganz voll ist, ist kein Problem. Da hat es schon tiefere Wasserstände als jetzt gegeben.

Stefan Zach, EVN-Sprecher
Bild: EVN
Kraftwerk-Abschaltung für Fische
Ähnlich ist die Situation nach Wochen der Trockenheit an der Ybbs. Dort schaltet die EVN das Kraftwerk Dorfmühle zweimal täglich für jeweils 30 Minuten ab, damit das Wasser über die Wehr strömt und dadurch das Überleben der Fische im Fluss sicherstellt.
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