bei ihren Konzerten

Für Monika Martin gibt es Futter statt Rosen

Adabei Österreich
03.08.2026 09:00

Seit 30 Jahren berührt die Grazerin Monika Martin ihr Publikum und kann auf eine eindrucksvolle Karriere zurückschauen. Zum Jubiläum singt die 64-Jährige über die unsterbliche Liebe zu ihrer Mutter. Außerdem erklären wir, wieso es bei Konzerten nicht mehr vorrangig Rosen von Fans gibt. 

Blumen sind schön, verwelken aber irgendwann. Katzenfutter hingegen kann Leben retten. Deshalb bringen die Fans von Monika Martin zu ihren Auftritten längst nicht mehr nur Rosensträuße mit, sondern auch Dosen und Futtersäcke. Die Sängerin sammelt die Spenden und fährt sie regelmäßig nach Kroatien, wo damit Straßenkatzen versorgt werden.

Dass ihr Herz für Tiere schlägt, ist für die Grazerin keine bloße Bühnenbotschaft. Zwei Katzen, die sich einst auf Kroatiens Straßen durchschlagen mussten, hat sie sogar selbst aufgenommen. Tiere würden wie Menschen Freude, Leid und Schmerz empfinden, ist die 64-Jährige überzeugt. Deshalb engagiert sie sich seit Jahren in mehreren Tierschutzprojekten.

30 Jahre Karriere mit 29 Alben
Martin blickt heuer außerdem auf 30 Jahre Solokarriere zurück. Dabei begann ihr Weg ins Rampenlicht schon viel früher: Mit zehn Jahren sang sie im Kinderchor der Grazer Oper, später studierte sie Kunstgeschichte, Volkskunde und Sologesang, promovierte und arbeitete zehn Jahre lang als Kunsterzieherin. 1996 gelang ihr schließlich mit „La Luna Blu“ der große Durchbruch. Das Album verkaufte sich mehr als 100.000 Mal und wurde in Österreich vergoldet.

Zum Jubiläum hat sie nun ihr 29. Album veröffentlicht. Und „Sommerland“ ist dabei weit mehr als eine weitere Karriere-Station. Im Keltischen bezeichnet der Name einen paradiesischen Ort, an dem sich die Seelen nach dem Tod wiederbegegnen. Für Martin ist das eine tröstliche Vorstellung: Vor rund zwei Jahren verlor sie nach schwerer Krankheit ihre Mutter, die sie bis zuletzt gepflegt hatte – ihre engste Vertraute und ihren „Seelenmenschen“.

Trotz aller Trauer sollte daraus kein trauriges Album werden: „Meiner Mama ist es lieber, ich tanze irgendwo, statt zu Hause zu weinen.“

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