Verbrechen, die mit dem oder im Netz verübt werden, seien der am schnellsten zunehmende Bereich der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität. Nach letzten Schätzungen beliefen sich die jährlichen Verluste allein für Wirtschaftsunternehmen inzwischen auf 750 Milliarden Euro.
Der Direktor der Polizeiorganisation Europol, Robert Wainwright, forderte daher die Gründung eines Europäischen Zentrums gegen Internetkriminalität. Sicherheitsbehörden und Regierung reagierten zu langsam auf neue Bedrohungen. Nötig sei eine Zentralstelle, die die Zusammenarbeit koordiniere und bei der Bürger Verbrechensfälle melden könnten.
Auch Mikko Hyppönen, Chefentwickler des Sicherheitsunternehmens F-Secure, sprach sich für die Gründung einer internationalen Polizeiorganisation aus. "Internetpol" solle die Online-Version von Interpol werden. "Wenn man keine Abstimmung zwischen Privatwirtschaft und dem staatlichen Sektor hinbekommt, wird man am Ende verloren sein", sagte der britische Journalist Misha Glenny.
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