14.08.2020 05:00 |

Erektile Dysfunktion

In den Betten nicht viel los?

Ein wissenschaftlicher Blick in deutsche Schlafzimmer verheißt nichts Gutes. Laut aktueller Studie der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit haben unsere Nachbarn zwischen 3,8 und 5,9 Minuten Sex. Und das auch nur jüngere Paare durchschnittlich einmal wöchentlich. 

Natürlich sollte die Bilanz in Österreich viel besser aussehen (hoffentlich). Bleiben wir mit dem Thema dennoch lieber eher nördlich von uns. Im Rahmen der Arbeit wurden Fragebögen an 10.000 Männer verschickt. Während es laut älteren Analysen bei 18- bis 30-Jährigen fast keinen Tag ohne Sex gab, rafft sich diese Altersgruppe heute nur noch rund viermal im Monat zur erotischen Zweisamkeit auf. 41- bis 50-Jährige begnügen sich mit zwei- bis dreimal in vier Wochen, bei den 51- bis 60-Jährigen sieht es mit der Liebeslust noch trister aus. Die Ursachenforschung ergibt allerdings keine Überraschungen: Hauptsächlich Stress, Alkohol, Zigaretten und eine ganze Reihe von Krankheiten bzw. deren Behandlung mit Medikamenten führen zum Wahrwerden des Albtraums aller Männer: „Er“ steht nicht mehr! Medizinisch ausgedrückt, heißt der Hauptfeind des Liebeslebens Erektile Dysfunktion.

Alleine die Riesenauswahl der möglichen Auslöser könnte Bücher füllen. So viel Platz haben wir hier nicht. Abgesehen davon, dass ja eigentlich nur die Problemlösung zählt. Der Grundansatz ist einfach: Bei ersten Anzeichen des Nachlassens der Manneskraft fachkompetente Hilfe suchen! Erster Ansprechpartner sollte der Hausarzt sein, der im Bedarfsfall zum Facharzt für Urologie überweist. Eine genaue Untersuchung wird rasch zur richtigen Diagnose führen. Damit besteht bereits die wichtigste Voraussetzung für ein Happy End. Denn es gibt praktisch keine Situation, die sich nicht mit den Methoden der modernen Medizin und/oder psychischen Betreuung entscheidend bessern ließe. Die besten Grundbedingungen für ein zufriedenstellendes Sexualleben schafft eine funktionierende Partnerschaft! So fanden die deutschen Forscher heraus, dass zum Beispiel auch häufiger Sex vor Erektionsstörungen schützt. Klingt ganz nach „im Training bleiben“. Als häufig wird hier übrigens bereits einmal in der Woche eingestuft. So viel Zeit sollten Paare ja doch für die wichtigste Sache der Welt (andernfalls wären wir längst ausgestorben) erübrigen können

Dr. med. Wolfgang Exel, Kronen Zeitung

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