Noch werden die E-Mails vor allem im englischsprachigen Raum gesichtet, doch sie verbreiten sich mit rasender Geschwindigkeit. Zu viele Menschen klicken arglos auf Links, die ihnen von Personen aus ihrem Adressbuch geschickt werden. Dass es sich dabei jedoch um automatisch erstellte Nachrichten mit Schadcode handeln könnte, ignorieren die meisten, was den Virenerstellern zugute kommt.
Im Betreff steht meist "Here you have", also "Hier hast du", in der Nachricht ist dann "Das ist das Dokument, von dem ich dir erzählt habe, du kannst es hier [Link] finden. Bitte sieh es dir an und antworte so bald wie möglich. Schöne Grüße" zu lesen. Diese allgemein gehaltene Formulierung verleitet zahlreiche Nutzer dazu, tatsächlich auf die vermeintliche PDF-Datei zu klicken, die sich jedoch als Virus entpuppt.
Virus in mehrfacher Hinsicht gefährlich
Das Schadprogramm setzt sich als CSRSS.EXE in den Windows-Ordner, um die verhängnisvolle E-Mail anschließend an das gesamte Online-Adressbuch weiterzusenden. Es durchsucht daraufhin sämtliche Verzeichnisse ebenso wie angeschlossene externe Speichermedien und versendet unkontrolliert Daten. Außerdem versucht der Virus, die Sicherheitssoftware und das Antiviren-Programm zu entfernen.
Tipps gegen Viren-Angriffe per E-Mail
Wer sich vor solchen Angriffen schützen möchte, sollte zuallererst verinnerlichen, dass E-Mails von bekannten Adressen Viren enthalten können - und diese ohne das Wissen der Besitzer versendet werden können. Auf einen Link zu klicken sollte man generell sein lassen, wenn man am Absender zweifelt - eine kurze Nachfrage kann viel Ärger ersparen. Außerdem ist guter Virenschutz, der regelmäßig und in kurzen Abständen (mindestens ein Mal täglich) aktualisiert wird, ein Muss. Die großen Antivirensoftware-Hersteller haben bereits auf die aktuelle Bedrohung reagiert und schützen mit ihren Programmen vor dem "Here you have"-Virus.
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