Idee aus Kalifornien

40-Euro-Computer steuert Selbstbau-Beatmungsgerät

Digital
14.04.2020 14:37

Ein kalifornischer Tüftler hat ein Beatmungsgerät entwickelt, das auch in armen Ländern schnell und kostengünstig hergestellt werden kann. Marco Mascorros Mascobot 2.0 besteht aus Autoteilen und Installateur-Equipment und setzt auf einen 40-Euro-Computer als Steuereinheit.

Normalerweise arbeitet Marco Mascorro aus Kalifornien als Robo-Ingenieur. Angesichts der Covid-19-Pandemie hat er nun aber ein Beatmungsgerät konstruiert, das vor allem für ärmere Länder interessant werden könnte, in denen es an solchen Geräten mangelt und wenig Geld für den Ankauf von Beatmungs-Equipment vorhanden ist.

(Bild: Raspberry Pi Foundation)

Teile aus dem KFZ- und Sanitärbereich
Der Mascobot 2.0 wird aus Teilen gebaut, die man normalerweise in der KFZ-Industrie und im Sanitärgeschäft nutzt. Gesteuert wird das Beatmungsgerät vom 40-Euro-Minicomputer Raspberry Pi, der eigentlich als günstiger Bastel-Computer für den Bildungsbereich entwickelt wurde. Den Code für den Bastler-PC hat Mascorro frei zugänglich im Netz veröffentlicht.

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogota haben laut einem BBC-Bericht zwei Krankenhäuser Interesse bekundet. Bevor sie das Selbstbau-Beatmungsgerät erproben können, muss der Mascobot 2.0 aber noch durch eine Testphase. Derzeit wird das Gerät an künstlichen Patienten getestet, vor dem Einsatz am Menschen sollen auch noch Tierversuche folgen.

(Bild: Marco Mascorro)

„Glaube, dass Technologie viele Probleme lösen kann“
Erfinder Mascorro: „Ich glaube fest daran, dass Technologie viele der Probleme lösen kann, die wir jetzt gerade durch diese Pandemie haben.“ Omar Ramirez, der die Versuche in den kolumbianischen Krankenhäusern koordiniert: „Die ganze Welt kämpft gegen diese Krankheit, aber auf unterschiedlichen Wegen, die vom Zugang zu Ressourcen und Erfahrung bestimmt werden.“

Länder wie Kolumbien haben besonderes Interesse an dem Gerät, weil es dort an regulären Beatmungsgeräten mangelt und ärmere Länder Schwierigkeiten haben, ihren durch Covid-19 massiv wachsenden Bedarf an medizinischen Equipment am Weltmarkt zu befriedigen.

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