Freie Datennutzung

Linz will zur “Open-Commons-Region” werden

Digital
22.07.2010 10:56
Die Stadt Linz startet eine nach eigenen Angaben europaweit einzigartige Initiative zur frei zugänglichen Nutzung von digitalen Daten. Das Projekt "Open Commons" geht über freie Open-Source-Software hinaus und will auch Inhalte, Daten und Medien zur freien Nutzung und Verbreitung einbeziehen.

Das könnte nicht nur dem Gemeinwohl dienen, sondern auch wirtschaftlichen Erfolg bringen, waren sich Stadtrat Johann Mayr und Gerald Kempinger, Leiter des städtischen Informations- und Kommunikationstechnologie-Unternehmens am Mittwoch in Linz sicher.

Die Initiatoren stützen sich bei der beriefen sich auf die Ergebnisse einer Potenzialanalyse, mit der das Institut für Personal- und Organisationsentwicklung in Wirtschaft und Verwaltung der Johannes Kepler Universität in Zusammenarbeit mit dem Linzer Markt- und Meinungsforschungsinstitut beauftragt worden war. Demnach wird von einem Großteil von Meinungsführern der Anwendung von Open-Source-Software eine große oder sehr große Zukunftsbedeutung bescheinigt.

Die Stadt Linz will deshalb eine "Open-Commons-Region" werden, die Vorreiter für die frei zugängliche Nutzung und elektronische Verbreitung von Daten, Software, Lehr- und Lernmaterial - also für "immaterielles Gemeingut" - ist. Ziele seien: Kosten reduzieren, Hersteller-Abhängigkeiten vermeiden, Eigeninitiative fördern, Wirtschaft stärken, Wertschöpfung erzeugen, Transparenz herstellen und Rechtssicherheit schaffen. Die in der Studie dazu empfohlenen Maßnahmen will die Stadtverwaltung umsetzen.

Zuerst soll eine Koordinationsstelle aufgebaut werden, die alle Interessierten in der Region vernetzen soll. Dann soll es Initiativen für Angebote im Bereich Bildung geben und Datenbestände, wie nicht personenbezogene Stadtinformationen oder Stadtkarten, öffentlich zugänglich gemacht werden. So könnten etwa Geodaten der Open-Map-Community zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus soll für das magistratsweite Intranet sowie Teile der städtischen Unternehmensgruppe der vermehrte Einsatz von Open-Source-Software geprüft werden.

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