Die sich in letzter Zeit häufenden Schuldsprüche mit lebenslänglicher Haft (nicht rechtskräftig) treten erneut eine Diskussion um die umstrittene Höchststrafe in Österreich los. Was bedeutet dieser Schuldspruch und wie stehen unsere Leser zu diesem Thema? Wir haben einige der Kommentare für Sie zusammen getragen.
Obwohl die Höchststrafe nur in äußert schwerwiegenden Fällen vergeben wird, empfinden sie viele unserer Leser als zu wenig. „Keine gesetzliche Gnade dem Täter“, fordert Proostwirt. Außerdem hätten andere Länder weitaus rigorosere Zeitrahmen, merkt dani1964 an. „Wer denkt eigentlich an die Opfer, die für immer tot sind oder deren Angehörige usw....??“, beendet sie ihren Kommentar.
Der Leser SagWasSacheIst wirkt resigniert und hält sich knapp: „So unwichtig ist unser Leben also.“
Viele Leser machen sich auch Gedanken um die fehlende Achtung der Opfer. „Lebenslang Urteile, die verkürzt werden, beruhen auf falsch verstandener Toleranz“, kommentierte Ciaobella.
Auch die irreführende Bezeichnung der Höchststrafe stößt nicht nur kresse bitter auf: „Ein Leben lang bedeutet, so lange der Betreffende lebt, das ist fast nie der Fall.“
Tatsächlich endete für 187 Häftlinge zwischen 2001 und 2017 eine lebenslange Haftstrafe. Bei 30 durch den Tod, 31 wurden ausgeliefert, vier sind geflüchtet, bei acht gab es einen Aufschub und 113 wurden bedingt entlassen. Lebenslang stellen sich viele unserer Leser anders vor.
Auch der Leser Polly äußert sich zum dem eigentlichen Sinn der Worte und postet: „Lebenslang heißt für mich bis zum Tode und keine 20 Jahre oder kürzer!“
Jennyhkt macht sich Gedanken über das Richtmass und fragt: „Wie wurden die Täter bestraft?“ Mit „Milde. Sehr, sehr milde“, wird sich auch sogleich die Antwort gegeben.
Wie sehen Sie die Höchstrafe in Österreich? Welche Veränderungen würden Sie sich wünschen? Diskutieren Sie mit uns und anderen Lesern hier in den Kommentaren. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.
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