04.02.2020 09:00 |

Das sagen die Leser

Höchststrafe: „Wer denkt an die Angehörigen?“

Die sich in letzter Zeit häufenden Schuldsprüche mit lebenslänglicher Haft (nicht rechtskräftig) treten erneut eine Diskussion um die umstrittene Höchststrafe in Österreich los. Was bedeutet dieser Schuldspruch und wie stehen unsere Leser zu diesem Thema? Wir haben einige der Kommentare für Sie zusammen getragen.

Obwohl die Höchststrafe nur in äußert schwerwiegenden Fällen vergeben wird, empfinden sie viele unserer Leser als zu wenig. „Keine gesetzliche Gnade dem Täter“, fordert Proostwirt. Außerdem hätten andere Länder weitaus rigorosere Zeitrahmen, merkt dani1964 an. „Wer denkt eigentlich an die Opfer, die für immer tot sind oder deren Angehörige usw....??“, beendet sie ihren Kommentar.

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Proostwirt
Die Hinterbliebenen und Freunde, Bekannte eines Ermordeten leiden lebenslänglich, darum auch der Täter. Keine gesetzliche Gnade dem Täter für eine Erleichterung, nur die Geschädigten sollen entscheiden dürfen. Deren Leiden lassen sich nicht auslöschen.
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dani1964
In anderen Ländern gibt es für besonders schwere Verbrechen 2x, 3x usw lebenslänglich, damit die Täter nie mehr das Gefängnis verlassen. Davon können wir nur träumen. Wer denkt eigentlich an die Opfer, die für immer tot sind oder deren Angehörige usw....??
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Der Leser SagWasSacheIst wirkt resigniert und hält sich knapp: „So unwichtig ist unser Leben also.“

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SagWasSacheIst
15 Jahre Haft für Mord... so unwichtig ist unser Leben also.
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Viele Leser machen sich auch Gedanken um die fehlende Achtung der Opfer. „Lebenslang Urteile, die verkürzt werden, beruhen auf falsch verstandener Toleranz“, kommentierte Ciaobella.

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Ciaobella
Lebenslang Urteile, die verkürzt werden, beruhen auf falsch verstandener Toleranz, fehlender Achtung der Opfer.
Beziehungsweise wenn die Opfer wieder auferstanden und gesund sind, dann könnte "lebenslang" beendet werden. Es ist aber niemals der Fall.
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Auch die irreführende Bezeichnung der Höchststrafe stößt nicht nur kresse bitter auf: „Ein Leben lang bedeutet, so lange der Betreffende lebt, das ist fast nie der Fall.“

Tatsächlich endete für 187 Häftlinge zwischen 2001 und 2017 eine lebenslange Haftstrafe. Bei 30 durch den Tod, 31 wurden ausgeliefert, vier sind geflüchtet, bei acht gab es einen Aufschub und 113 wurden bedingt entlassen. Lebenslang stellen sich viele unserer Leser anders vor.

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kresse
Österreich ist ein Land, das liebend gerne Namen ändert, siehe Schule, Firmen.
Lebenslang müsste umbenannt werden, ein Leben lang bedeutet, so lange der Betreffende lebt, das ist fast nie der Fall.
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Auch der Leser Polly äußert sich zum dem eigentlichen Sinn der Worte und postet: „Lebenslang heißt für mich bis zum Tode und keine 20 Jahre oder kürzer!“

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Polly
Durchschnittlich verbüßen Lebenslange in Österreich 19,2 Jahre ?????? Jetzt stellen Sie sich einmal dieses vor : ein Bekannter,Nachbar in Ihrem Wohnort tötet jemandem aus Ihrer Familie - kommt nach 20 Jahren frei - er zieht in denselben Wohnort wo auch Sie wohnen (er auch vor der Tat gewohnt hat) wieder zurück - und Sie würden ihm ständig begegnen ??? Für mich wäre es furchtbar. Lebenslang heißt für mich bis zum Tode und keine 20 Jahre oder kürzer! Also ich möchte den FRITZL aus Amstetten NICHT mehr in Freiheit begegnen!
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Jennyhkt macht sich Gedanken über das Richtmass und fragt: „Wie wurden die Täter bestraft?“ Mit „Milde. Sehr, sehr milde“, wird sich auch sogleich die Antwort gegeben.

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Jennyhkt
...Mord, Vergewaltigung, Missbrauch und Raub mit Todesfolge... so schreibt ihr wird mit lebenslang bestraft.. wenn das so stimmen würde hätten wir mehr wie die paar lebenslänglichen hinter gittern.. denn alleine die vielen vergewaltigungen der letzten jahre.. und wie wurden die täter bestraft? milde sehr sehr milde
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Wie sehen Sie die Höchstrafe in Österreich? Welche Veränderungen würden Sie sich wünschen? Diskutieren Sie mit uns und anderen Lesern hier in den Kommentaren. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge. 

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