"Normale Anfragen, die keine Suchvorschläge verwenden, sind davon nicht betroffen", ergänzte der Sprecher. Die Frage steht also im Raum, ob es sich dabei um eine neue Form der Zensur handelt.
Monatelanger Streit zwischen Google und China
Google liegt seit Monaten mit der chinesischen Regierung im Clinch. Der Internetkonzern will sich nicht länger den Zensurbestimmungen beugen und leitet deshalb die Suchanfragen an seine chinesische Website google.cn auf die unzensierte Hongkonger Adresse google.com.hk weiter. Dadurch setzt Google allerdings seine Betreiberlizenz aufs Spiel. Sie lief am Mittwoch ab und muss nun turnusmäßig für ein Jahr verlängert werden.
Der US-Konzern war der Regierung zu Wochenbeginn entgegengekommen: Die automatische Weiterleitung soll abgeschaltet werden. Stattdessen wird es allerdings einen direkten Link nach Hongkong geben. Experten bezweifeln, dass dies Peking reicht, und fragen sich gleichzeitig, ob Google zu weiteren Zugeständnissen bereit ist.
Der Streit war im März nach Hackerangriffen auf Google und andere US-Unternehmen eskaliert. In den USA wird vermutet, dass die chinesische Regierung hinter den Attacken steckt. Unter anderem hatten die Hacker versucht, die E-Mail-Konten von Regimegegnern zu knacken.
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