Die Behörde hatte Facebook vor einer Woche gesperrt, weil die Website "die religiösen Gefühle der muslimischen Bevölkerungsmehrheit im Land verletzt" habe. Außer Mohammed-Karikaturen seien "anstößige Bilder" von Führungspersonen des Landes wie Regierungschefin Sheikh Hasina Wajed und ihrem Vater Mujibur Rahman, des ersten Präsidenten von Bangladesch, veröffentlicht worden.
Facebook äußerte sich zunächst nicht zur Aufhebung der Sperre. Die Zeitung "The Daily Star" zitierte aus einem Brief des Facebook-Sicherheitsmanagers Joe Sullivan an die BTRC. Darin sagte Sullivan zu, dass Facebook Verfahrensweisen entwickeln werde, um künftig anstößige Inhalte zu entfernen.
Auslöser der Sperre war der Aufruf eines Facebook-Mitglieds zur Einsendung von Karikaturen des Propheten Mohammed. Tausende Menschen in Bangladesch hatten gegen die Zeichnungen protestiert. Ein Mann wurde im Zusammenhang mit den Bildern festgenommen.
Schon drei Tage vor Bangladesch hatte das benachbarte Pakistan die Seiten des sozialen Netzwerks, das Video-Portal YouTube sowie rund 1.200 Websites wegen "blasphemischer" Inhalte gesperrt. In zahlreichen Städten des Landes fanden Demonstrationen gegen das US-Internetunternehmen statt. Ende Mai beschloss die Regierung, die Sperren wieder aufzuheben.
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