04.10.2019 11:47 |

Falsche Identitäten

Manipulation: Facebook schließt Hunderte Konten

Facebook hat Hunderte Konten, Seiten und Gruppen aus Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Indonesien wegen Nutzung gefälschter Identitäten entfernt. Drei unabhängig voneinander agierende Kampagnen hätten über falsche Accounts auf Facebook und Instagram Netzwerke geschaffen, um andere über ihre wahre Identität und ihre Ziele zu täuschen, teilte Facebook am Donnerstag mit.

Dabei seien unter anderem gezielt kritische Inhalte über Länder wie Katar, den Iran und die Türkei verbreitet oder für die Unabhängigkeitsbewegung in der indonesischen Provinz Westpapua geworben worden. Betroffen waren dem Unternehmen zufolge insgesamt 443 Facebook- und 125 Instagram-Konten sowie 200 Seiten und 76 Gruppen aus den Vereinten Arabischen Staaten, Ägypten, Nigeria und Indonesien.

Facebook-Manager Nathaniel Gleicher stellte in der Mitteilung aber zugleich klar, dass das Löschen der Seiten, Konten und Gruppen aufgrund des Vorgehens und nicht wegen der Inhalte erfolgt sei. „Wir arbeiten unentwegt daran, diese Art von Aktivität aufzudecken und zu stoppen. Denn wir wollen nicht, dass unsere Dienste dazu benutzt werden, um Menschen zu manipulieren“, schrieb er.

Mehr als sieben Millionen Follower
Mehr als sieben Millionen Nutzer seien einer oder mehrerer dieser Seiten gefolgt, hieß es weiter. Rund 3000 Nutzer schlossen sich mindestens einer der Gruppen an. Und rund 193.000 Menschen folgten einem oder mehreren Instagram-Accounts.

Eine der Kampagnen hatte demnach ihren Ursprung in den Vereinten Arabischen Staaten, Ägypten und Nigeria. Sie habe vor allem Inhalte aus den Emiraten beworben und Kritik etwa an der Muslimbruderschaft sowie am Iran, Katar und der Türkei verbreitet.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter