Filesharing

US-Rechungshof: Industrie übertreibt Verlustzahlen

Web
16.04.2010 17:50
750.000 Beschäftigte soll es den Job gekostet haben, 250 Milliarden Dollar sei der angerichtete Schaden pro Jahr. Mit diesen Zahlen beziffert die Musik-, Film- und Software-Industrie die Auswirkungen des illegalen Filesharings alleine in den USA. Stimmt nicht, behauptet nun der US-Rechnungshof in einem aktuellen Bericht der US-Regierung.

Der Rechnungshof prüfte die angeführten Zahlen der Copyright-Industrie. In seinem Bericht dazu stellte er fest, dass es keine solide Basis dafür gebe und sprach von reinen "Annahmen" und "Schätzungen". Die Auswirkungen des Tauschs von Dateien über das Internet seien "schwierig, wenn nicht gar unmöglich" zu bemessen.

Der Bericht betont zwar, dass damit nicht geleugnet werden solle, dass Filesharing einen Einfluss auf die Verluste der Branche habe. Trotzdem sollen besagte Schadensbezifferungen zukünftig in Regierungsberichten nicht mehr verwendet werden.

Die Industrie dürfte mit dem aktuellen Schreiben jedenfalls keine Freude haben. Die US-Regierung weist darin nämlich zusätzlich darauf hin, dass manche Experten der Meinung seien, Filesharing könne auch positive Effekte haben.

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