26.06.2019 12:09 |

Kein Zugriff mehr

Loewe-Pleite: Markenname an Gläubiger verpfändet

Der vor dem Aus stehende deutsche Fernsehgerätehersteller Loewe hat nach Angaben von Insolvenzverwalter Rüdiger Weiß keinen Zugriff auf seinen Markennamen mehr. Die Marke sei an die Beteiligungsfirma Riverrock verpfändet, die dem Loewe-Eigentümer Kredite gegeben hatte, so der Rechtsanwalt.

Das Unternehmen in Kronach hatte am Dienstag angekündigt, die Produktion mit 1. Juli einzustellen. Auf den Konten sei weniger als eine halbe Million Euro, sagte Weiß. Einen Massekredit über neun Millionen Euro, den Loewe zur Fortführung des Geschäfts gebraucht hätte, hatte Riverrock verweigert.

Trotzdem versucht Weiß nun, einen Käufer für das restliche Geschäft von Loewe zu finden. Die Wirtschaftsprüfungsfirma PwC sei vom Gläubigerausschuss als Berater angeheuert worden, sagte der Sanierungsexperte.

Marke Loewe könnte lizenziert werden
Der Verlust des Markennamens könnte die Suche allerdings erschweren, räumte Weiß ein. Er gehe davon aus, dass Riverrock versuchen werde, die Marke in Lizenz an einen anderen Hersteller zu vergeben. Die Gewerkschaft IG Metall hatte Riverrock vorgeworfen, Loewe ausbluten zu lassen, um „mit den Trümmern Geld zu verdienen“.

Loewe sei zuletzt tief in den roten Zahlen gesteckt, sagte Weiß. Um schwarze Zahlen zu schreiben, wäre ein Umsatz von 180 Millionen Euro nötig gewesen, tatsächlich seien es nur rund 110 Millionen gewesen. Das habe nicht einmal gereicht, um die überdurchschnittlich hohen Lohnkosten für die 400 Mitarbeiter in Kronach zu decken.

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