So, 26. Mai 2019
17.05.2019 07:31

Crash in Äthiopien

Boeing 737 Max: Software-Update abgeschlossen

Über zwei Monate nach dem Absturz einer Boeing 737 Max in Äthiopien hat der US-Flugzeughersteller Boeing die Entwicklung des Updates für die Steuerungs-Software abgeschlossen. Boeing sei zuversichtlich, dass die 737 Max mit der aktualisierten Software des Steuerungssystems MCAS „eines der sichersten Flugzeuge sein wird, das jemals geflogen wurde“, so Boeing-Chef Dennis Muilenburg am Donnerstag.

Ein Ende des Flugverbots für die Maschinen dieses Typs bedeutet das zunächst allerdings nicht. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA muss die Änderungen zertifizieren, bevor die Boeing 737 Max wieder fliegen darf. Die FAA hatte angekündigt, die Software einer „rigorosen Sicherheitsüberprüfung“ zu unterziehen.

Boeing teilte am Donnerstag in Chicago mit, man arbeite daran, der FAA auf deren Anforderung hin weitere Informationen zur Verfügung zu stellen. Dabei gehe es unter anderem darum, wie Piloten in verschiedenen Szenarien mit der Flugzeugsteuerung und den Anzeigen interagierten. Sobald diese Anforderungen erfüllt seien, werde Boeing mit der FAA einen Testflug zur Zertifizierung vereinbaren.

Software laut Boeing auf über 200 Testflügen erprobt
Der Hersteller teilte weiter mit, dass die aktualisierte Software bereits im Flugsimulator und auf Testflügen erprobt worden sei. Bisher sei das MCAS-System mit dem Update auf 207 Testflügen der 737 Max eingesetzt worden, die mehr als 360 Stunden gedauert hätten. Boeing habe außerdem verbesserte Trainingsmaterialien entwickelt, die nun von der FAA und Flugaufsichtsbehörden anderer Länder überprüft würden.

Beim Absturz einer Boeing 737 Max der Ethiopian Airlines im März und einer Maschine gleichen Typs der indonesischen Fluglinie Lion Air im Oktober des Vorjahres waren 346 Menschen ums Leben gekommen. In beiden Fällen spielte möglicherweise die MCAS-Software die entscheidende Rolle.

 krone.at
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