11.04.2019 09:36 |

Gut für Finanzminister

5G-Auktion in Deutschland springt über fünf Mrd. €

Die Versteigerung von 5G-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland hat eine weitere Milliardenmarke durchbrochen - damit wird sie mehr Geld einbringen als angenommen. Die Summe an Höchstgeboten und Zahlungsverpflichtungen wegen zurückgezogener Gebote stieg auf gut fünf Milliarden Euro, wie aus der Webseite der Bundesnetzagentur hervorgeht.

Es war am Mittwochnachmittag bereits die 167. Auktionsrunde seit dem Start vor mehr als drei Wochen. Teilnehmer sind die drei bisherigen Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica (O2) sowie der Neueinsteiger Drillisch. Externe Fachleute waren vor Auktionsbeginn von Einnahmen zwischen drei und fünf Milliarden Euro ausgegangen.

Ein Ende der laufenden Versteigerung ist nicht absehbar - zwischenzeitlich hatte es fast schon eine Flaute an Geboten gegeben, was auf ein Ende der Auktion hindeutete. Doch die Versteigerung nahm wieder an Fahrt auf - der deutsche Bund darf also mit einer kräftigen Finanzspritze rechnen.

Geld soll in die Digitalisierung fließen
Das Geld will er in die Digitalisierung stecken, etwa in den Glasfaserausbau auf dem Land. Allerdings sind die Staatsannahmen umstritten - Kritiker wie die Gewerkschaft Verdi monieren, damit würden den Firmen Finanzmittel entzogen, die sie zum Netzausbau bräuchten.

Die Ausbauauflagen für die Netzbetreiber gelten als besonders streng. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte sowie Autobahnen und andere Strecken mit schnellem mobilen Internet versorgt werden. Hierzulande wurden jüngst die ersten 5G-Frequenzpakete für 188 Millionen Euro an die Mobilfunker versteigert.

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