Bis nach Tokio spürbar

Schweres Erdbeben in Nordjapan: Tsunami-Warnung

Ausland
20.04.2026 10:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein schweres Erdbeben hat am Montag den Norden Japans erschüttert.  Auch im hunderte Kilometer entfernten Tokio waren Erdstöße zu spüren.  Eine Tsunami-Warnung wurde ausgesprochen.

Das Zentrum des Bebens lag nördlich der Präfektur Iwate im Pazifik. In der von der Tsunami-Warnung betroffenen Region könnten bis zu drei Meter hohe Wellen ans Ufer krachen. Im Hafen von Miyako wurden dem Sender NHK zufolge zunächst nur 40 Zentimeter gemessen. In Kuji in derselben Präfektur waren es demnach 70 Zentimeter, Tendenz steigend.

Auf Stärke 7,5 hochgestuft
Die Stärke des Bebens wurde von der zuständigen Wetterbehörde (JMA) zunächst mit 7,4 angegeben und später auf 7,5 hochgestuft. Ministerpräsidentin Sanae Takaichi erklärte, eine Taskforce prüfe, ob es Opfer und Schäden gegeben habe. Energieversorger teilten mit, sie gingen möglichen Auswirkungen auf ihre Atomkraftwerke nach. Die AKW-Betreiber Hokkaido Electric und Tohoku Electric gaben vorläufig Entwarnung: Es seien keine ungewöhnlichen Vorkommnisse festgestellt worden. Die Prüfergebnisse anderer Versorger standen noch aus.

Regierungschefin Takaichi riet Menschen, sich in Sicherheit zu bringen.
Regierungschefin Takaichi riet Menschen, sich in Sicherheit zu bringen.(Bild: EPA/JAPAN'S CABINET PUBLIC RELATIONS OFFICE HANDOUT)

Betonwände können einstürzen
Die Tsunami-Warnung galt für die Präfekturen Iwate, Aomori und Hokkaido. Die Behörden forderten die Bewohner auf, den Küsten fernzubleiben. Regierungschefin Takaichi rief die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen. Auf der japanischen Skala für Erdbebenauswirkungen lagen die Erdstöße in einem Bereich, bei dem in vielen Fällen unverstärkte Betonwände einstürzen können. Das Epizentrum lag im Pazifik in rund zehn Kilometern Tiefe.

Zugverbindungen unterbrochen
Wegen der Erdstöße wurden die Verbindungen der Hochgeschwindigkeitszüge in Aomori an der Nordspitze der japanischen Hauptinsel Honshu unterbrochen. Der Sender NHK zeigte Schiffe, die in Erwartung der Flutwellen aus dem Hafen von Hachinohe ausliefen.

1500 Beben jedes Jahr
Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat mit 125 Millionen Einwohnern wird jedes Jahr von etwa 1500 Erdbeben erschüttert.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt