Der freiheitliche EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky ist erneut nach Israel gereist. „Ich freue mich über eine Ehreneinladung der Regierung zum Unabhängigkeitstag des Staates Israel. Staatspräsident Herzog und Premierminister Netanyahu werden dabei sein“, schrieb der Politiker am Montag auf der Plattform X.
Dazu postete er die Einladung, die er von der israelischen Verkehrsministerin Miri Regev erhalten habe. Die Veranstaltung wird bereits am Dienstag auf dem Herzlberg in Jerusalem stattfinden. Davor genoss Vilimsky nach eigenen Angaben „noch ein Stück Heimat im österreichischen Hospiz in Jerusalem“. Auf einem Bild ist er mit einer Kaffee-Tasse zu sehen.
Israels Regierung pflegt seit Jahrzehnten eigentlich keine offiziellen Beziehungen zur FPÖ, unter anderem aus Solidarität mit der jüdischen Gemeinde in Österreich. Die Politik des Staates Israel gegenüber der FPÖ sei unverändert, hatte der israelische Botschafter David Roet Anfang März erklärt. „Was Israel mehr interessiert, ist, dass die politischen Parteien in Europa sich intensiv mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen – und so werden wir diese Frage auch beurteilen.“
Hier sehen Sie die Einladung, die Vilimsky gepostet hat:
Erste Reise Ende Jänner
Vilimsky hatte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Regev bereits Ende Jänner getroffen – als Teil einer EU-Delegation der „Patrioten für Europa“-Fraktion aus Ungarn, Österreich, Spanien und Frankreich. Die FPÖ postete daraufhin in Online-Netzwerken ein Foto, das Vilimsky neben Regev und Netanyahu zeigt. „Erstmals in der Geschichte der Freiheitlichen Partei wurde mit Harald Vilimsky ein Repräsentant offiziell von der israelischen Regierung und auch persönlich vom Ministerpräsidenten empfangen“, betonte die FPÖ. Vilimsky sprach von einem „Treffen historischen Ausmaßes“.
Israel feiert heuer den 78. Unabhängigkeitstag nach dem hebräischen Kalender von Dienstagabend bis Mittwochabend. Der Tag erinnert an die Staatsgründung. Der Staat Israel wurde laut gregorianischem Kalender am 14. Mai 1948 ausgerufen. Gründer David Ben Gurion verlas damals in Tel Aviv die Unabhängigkeitserklärung. Die Palästinenserinnen und Palästinenser nennen dieses Ereignis „Al-Nakba“ (Katastrophe).
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