Bei Flugproblemen etc.

Schlichtungsstelle erkämpfte zwei Millionen Euro

Österreich
20.04.2026 12:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) hat im Vorjahr 94 Prozent der eingelangten Fälle gelöst. Der Großteil entfiel auf den Flugverkehr (5273 Fälle), gefolgt von der Bahn (1244). Hauptursachen im Flugbereich waren Verspätungen (46 Prozent) und Annullierungen (36 Prozent), gefolgt von Gepäckproblemen (sieben Prozent).

Austrian Airlines war mit 33 Prozent der Verfahren die häufigste Gegenpartei, vor Ryanair (18 Prozent) und Wizz Air (13 Prozent). Da Wizz Air den Flughafen Schwechat nicht mehr anfliegt, rechnete apf-Leiterin Maria-Theresia Röhsler für 2026 mit einem entsprechenden Rückgang. Im Bahnsektor betrafen 79 Prozent der Fälle die ÖBB, gefolgt von innerstädtischen Verkehrsbetrieben mit neun Prozent sowie weiteren Anbietern wie One Mobility (Klimaticket) und Westbahn. Probleme waren unter anderem die Erstattungen bei Online-Tickets, Strafzahlungen im Nah- und Regionalverkehr, Leistungseinschränkungen sowie Fristverletzungen bei der Beschwerdebearbeitung.

Insgesamt wurden im Vorjahr 6663 Schlichtungsanträge verzeichnet, 5139 Verfahren konnten bisher abgeschlossen werden. In sechs Prozent der Fälle sei es zu keiner Einigung gekommen, sagte Röhsler.

400 Euro pro Verfahren
Die apf erreichte für Reisende Entschädigungen, Erstattungen und Strafnachlässe in der Höhe von etwa 1,99 Millionen Euro. Davon entfielen etwa 1,91 Millionen Euro auf den Flugbereich, rund 80.772 Euro auf die Bahn. Im Schnitt erhielten Betroffene durchschnittlich 400 Euro pro abgeschlossenem Verfahren, im Flugbereich etwa 471 Euro, im Bahnsektor rund 136 Euro.

Für dieses Jahr rechnet die apf mit einer Rekordzahl der Fälle. Röhsler nannte unter anderem fehlendes Kerosin als Risiko für Flugprobleme. Die apf unterstützt Reisende in Österreich kostenlos, ihre Ansprüche außergerichtlich durchzusetzen. Dazu zählen etwa Ausgleichszahlungen bei Verspätungen und Annullierungen, Rückerstattungen, Kosten für alternative Beförderung, Verpflegung oder notwendige Hotelübernachtungen. Anträge können online eingebracht werden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt