Die Eltern des Burschen hatten eine Sammelklage eingereicht, nachdem die stellvertretende Direktorin ihm "unangemessenes Verhalten" vorgeworfen habe - bei sich daheim. Als Beweis habe sie ein Foto vorgelegt, das mit der Web-Cam eines von der Schulbehörde zur Verfügung gestellten Laptops aufgenommenen wurde. Der Schulbezirk hatte insgesamt 2.300 Laptops an seine Schüler verteilt, damit sie den Umgang mit der Technologie besser üben können.
Ein Sprecher des Bezirks räumte ein, dass die eingebauten Kameras der Computer durchaus ferngesteuert angeschaltet werden könnten, allerdings nur, um verschwundene oder gestohlene Geräte ausfindig zu machen. In den vergangenen 14 Monaten seien aus diesen Gründen die Webcams 42 Mal aktiviert worden, aber niemals zu dem Zweck, irgendjemanden auszuspionieren.
Schulbezirk-Sprecher: "Schwerer Fehler"
Der Bezirk gestand ein, Eltern und Schüler über die technischen Möglichkeiten nicht ausreichend informiert zu haben. "Dieser Hinweis hätte gegeben werden müssen und wir bedauern, dass dies nicht passiert ist. Das war ein schwerer Fehler", sagte Sprecher Douglas Young dem "Philadelphia Inquirer" zufolge.
Die örtliche Staatsanwaltschaft untersucht unterdessen auch, ob die Schule möglicherweise gegen Abhör-Gesetze verstoßen hat. "Wir schauen, ob strafrechtliche Ermittlungen gerechtfertigt sind", sagte Bezirksstaatsanwältin Risa Vetri Ferman der Zeitung.
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