Wer ist der Anbieter?
Zu wissen, bei wem der Shopper Artikel bestellt, ist absolute Grundvoraussetzung für den sicheren Online-Kauf. Dabei gilt es darauf zu achten, ob im Impressum der Site der Firmensitz sowie eine Telefonnummer angegeben ist. Eine E-Mail-Adresse alleine ist nämlich noch kein Garant für seriöses Arbeiten. Das hilft auch im Fall von Problemen mit der Bestellung, da der Kunde den Anbieter erreichen kann. Außerdem sollte man im Fall von Zweifeln nach den Meinungen anderer Käufer im Netz suchen. Zu finden sind diese zum Beispiel auf Preisvergleichsseiten, aber auch das Googeln des Namens des Anbieters kann Diskussionen in Foren ans Tageslicht fördern.
Was will ich bestellen?
Beim Kauf im Internet sollte der Online-Shopper auf genaue Produktbeschreibungen achten. Bilder alleine reichen nämlich noch nicht aus, da das Produkt auf dem Foto nicht der lieferbaren Farbe oder Größe entsprechen muss. Auch über den Paketinhalt sagen Produktfotos nur selten etwas aus. Deshalb heißt es, die Beschreibung genau zu lesen.
Wie setzt sich der Preis zusammen?
Die Preisangaben sollten möglichst vollständig sein, sonst kann es passieren, dass erst im Nachhinein Steuern aufgeschlagen werden. Bei Bestellungen aus dem Ausland können außerdem überhöhte Versandspesen oder gar Zollgebühren bei Aufträgen an Shops in Ländern außerhalb der EU den Shoppingspaß verderben. Erscheint ein Angebot außerdem viel zu billig, sollte Vorsicht geboten sein – dieses entpuppt sich oft als Nepp, etwa in Form einer Produkt-Fälschung.
Belege für die Bestellung?
Nach abgeschlossener Bestellung sollte sich der Kunde unbedingt einen Beleg dafür aufheben. Das Abspeichern und Ausdrucken der Bestellbestätigung sollte sowieso selbstverständlich sein, da nur damit im Fall von Streitigkeiten der Käuferstandpunkt schriftlich belegt werden kann. Zusätzlich ist in solchen Fällen oft hilfreich, auch die am Tag der Bestellung angegebene Produktbeschreibung sowie das ausgefüllte Bestellformular auszudrucken.
Wie wird gezahlt?
Insgesamt gilt, dass Vorauskasse sicherlich die schlechteste Zahlmethode im Internet ist. Zahlung auf Rechnung oder mit der Kreditkarte bzw. einem Online-Bezahlsystem sind in jedem Fall vorzuziehen. Bei der Bezahlung mit Kreditkarte sollte der Kunde außerdem unbedingt darauf achten, dass der Vorgang über eine verschlüsselte Verbindung abgewickelt wird. Das erkennt der User daran, dass die Adresse der Website mit "https://" beginnt. Die meisten Browser zeigen außerdem bei einer sicheren Übertragung rechts neben der Adresszeile entweder ein Schloss- oder ein Schlüsselsymbol. Nur die verschlüsselte Datenübertragung garantiert, dass keine Gauner die Daten abfangen können. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, eine eigene Kreditkarte ausschließlich für Online-Einkäufe zu nutzen. Mit einem möglichst niedrigen Kreditrahmen ausgestattet, können Kriminelle im Fall eines Datendiebstahls keinen großen Schaden anrichten.
Wie steht es um den Datenschutz?
Vor einer Bestellung sollte der Nutzer auch prüfen, wie das Unternehmen mit den angegebenen Daten umgeht. Dazu findet sich im Normalfall eine "Datenschutzerklärung" auf der Website. Da die Weitergabe von Daten an Dritte nur mit Zustimmung des Users erlaubt ist, ist auch in vielen Fällen eine entsprechende Voreinstellung durch den Anbieter gewählt. Meistens kann man diese mit einem Klick auf das entsprechende Kontrollkästchen aber einfach deaktivieren. Ansonsten kann es in Zukunft passieren, dass der nichtsahnende Surfer mit ungewollten Werbemails überhäuft wird. Außerdem empfiehlt es sich, nur die Daten anzugeben, die wirklich für den Kauf benötigt werden.
Gibt es ein Rückgaberecht?
Ja! In der EU hat jeder Online-Kunde das Recht, bestellte Ware ohne Angabe von Gründen zurückzuschicken. Die Frist, in der das zu geschehen hat, ist allerdings nicht in allen Ländern der Union gleich: Mindestens muss sie sieben Kalendertage betragen, in den meisten Fällen kann sich der Kunde 14 Tage Zeit lassen, um ein Produkt zu retournieren. Aufpassen gilt es bei der Bezahlung der anfallenden Kosten: Nicht immer muss der Händler die Rücksendegebühren übernehmen. Am besten ist es, sich vor der Bestellung die genauen Modalitäten in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) durchzulesen. Geöffnete Games, DVDs oder personalisierte Ware wie etwa gravierte Füllfedern sind übrigens vom Widerrufsrecht ausgeschlossen.
Natürlich sollte der User abgesehen von all diesen Tipps auch Wert auf ein sicheres Passwort für seinen Account beim Online-Händler seines Vertrauens legen. Wie du zu einem solchen kommst, erfährst du in der Infobox!
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