19.11.2018 07:51 |

Internetbetrugsopfer

Pfarrer stahl 120.000 Euro aus Kirchenkasse

Weil er seit dem Sommer immer wieder Geld aus der Pfarrkasse gestohlen hat, hat sich ein katholischer Pfarrer in Deutschland selbst angezeigt. Als Grund für sein Vergehen gab der Gottesmann an, auf Internetbetrüger hereingefallen zu sein. Der Schaden: 120.000 Euro.

„Ich bin auf Internetbetrüger hereingefallen. Ich habe mich dazu hinreißen lassen, ihnen mehrfach Geld zu überweisen“, hieß es in einer persönlichen Erklärung des Pfarrer Bernard Gawlytta aus der Pfarrei „St. Elisabeth“, die das Bistum Magdeburg am Sonntag veröffentlichte.

120.000 Euro aus Pfarrkasse entwendet
Insgesamt 120.000 Euro sollen letztlich widerrechtlich aus der Pfarrkasse entnommen worden sein, ehe sich der Pfarrer am späten Freitagabend beim Landeskriminalamt Magdeburg selbst anzeigte und auch Bischof Gerhard Feige informiert. Der Bischof dazu: „Kein Pfarrer, kein kirchlicher Mitarbeiter darf Gelder, die für die Pfarrei gedacht sind, zweckentfremdet entwenden. Er muss alles zurückzahlen und die staats- und kirchenrechtlichen Konsequenzen tragen!“

Finanzielle Vollmachten übertragen
Einer Mitteilung des Bistums zufolge habe der Bischof umgehend gehandelt und den Pfarrer mit sofortiger Wirkung vom Vorsitz des Kirchenvorstandes entbunden sowie alle finanziellen Vollmachten auf den Kirchenvorstand übertragen. Weitere disziplinarische Schritte behalte man sich vor. Bis zur Rückzahlung der Gelder werdr das Bistum „bei finanziellen Notlagen einspringen, damit die Pfarrei den seelsorgerischen Dienst an den Menschen auch weiterhin leisten kann“, hieß es.

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