So, 21. Oktober 2018

Zoff mit Zuckerberg

25.09.2018 10:27

Instagram-Gründer verlassen Facebook

Die beiden Gründer der Fotoplattform Instagram verlassen die Konzernmutter Facebook. Sie wollten nun eine Pause nehmen und sich Gedanken über ein neues Projekt machen, erklärten Kevin Systrom und Mike Krieger in einem Blogeintrag am Dienstag. US-Berichten zufolge sollen die beiden Meinungsverschiedenheiten mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg über die künftige Entwicklung von Instagram gehabt haben.

Instagram hat mehr als eine Milliarde Nutzer und wird für Facebook immer wichtiger als Erlösquelle, während das weltgrößte soziale Netzwerk nach Datenschutz-Skandalen und Debatten um politische Propaganda unter Druck steht. In dieser Situation seien Systrom und Krieger frustriert darüber gewesen, dass Zuckerberg sich ungewöhnlich viel ins Tagesgeschäft eingebracht habe, schrieb der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf Insider. Nachdem der Abgang der beiden öffentlich wurde, bedankte sich Zuckerberg bei ihnen und wünschte viel Erfolg bei ihrem nächsten Unterfangen.

Facebook hatte Instagram im Jahr 2012 für rund eine Milliarde Dollar (849 Millionen Euro) gekauft. Der genaue Preis ist schwer festzumachen, da ein großer Teil davon in Aktien beglichen wurde - deren Kurs danach erst absackte und inzwischen viel höher ist. Auf jeden Fall machte der Deal Systrom und Krieger zu Multimillionären. Sie blieben aber, um Instagram unter dem Dach von Facebook weiterzuführen.

Glücksgriff für Facebook
Der Preis von einer Milliarde Dollar für eine Foto-App mit nur rund 30 Millionen Nutzern wurde 2012 oft belächelt - für Facebook erwies sich Instagram aber als Glücksgriff. Die Übernahme half, die Dominanz Facebooks bei sozialen Netzwerken über die Haupt-Plattform hinaus zu festigen. Unter anderem in der europäischen Politik wird inzwischen diskutiert, ob Facebook aus Wettbewerbsgründen nicht gezwungen werden sollte, sich wieder von Instagram zu trennen.

Erfolgreich kopiert
Zwischenzeitlich schien Instagram unter Druck durch den jüngeren Konkurrenten Snapchat mit seinen von allein verschwindenden Bildern zu kommen. Doch dann kopierten Instagram und Facebook kurzerhand ein zentrales Element des Snapchat-Erfolgs - die „Stories“-Funktion, bei der man Bilder und Videos einen Tag lang seinen Freunden zeigen kann. Inzwischen verzeichnet Snapchat nur noch schwaches Wachstum, Instagram ist weiter stark.

 krone.at
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