18.09.2018 13:49 |

Android im Auto

Google-Ankündigung stürzt TomTom in die Krise

Aus Furcht vor einem Nachfrage-Einbruch kehren Anleger TomTom den Rücken. Die Aktien des Navigationsgeräte-Anbieters stürzten am Dienstag in Amsterdam um knapp 30 Prozent ab und steuerten auf den größten Tagesverlust seit mehr als 13 Jahren zu. Auslöser des Ausverkaufs war die Ankündigung Googles, künftig Fahrzeuge von Renault, Nissan und Mitsubishi mit intelligenten Infotainment-Systemen auf Basis des Betriebssystems Android auszurüsten.

Geplant seien außerdem Online-Updates für die Fahrzeug-Software und Cloud-basierte Fahrzeug-Diagnostik. Die ersten Modelle aus dieser Zusammenarbeit würden 2021 auf den Markt kommen. Bisher wird meist nur das sogenannte Mirroring angeboten, bei dem Kunden die Oberfläche ihre Android-Handys oder iPhones auf dem Bildschirm des Touchscreens im Armaturenbrett spiegeln und von dort aus bedienen können.

„Das ist ein schwerer Schlag für TomTom“, sagte Analyst Jos Versteeg vom Vermögensverwalter InsingerGilissen. TomTom habe stets betont, dass die Fahrzeug-Hersteller unabhängige Anbieter für Navigationssysteme bevorzugten. Google habe nun einen Fuß in der Tür. „Das macht TomToms Bemühungen, mit Google und Apple in der Automobil-Industrie zu konkurrieren, ziemlich hoffnungslos.“

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter