Mi, 24. Oktober 2018

Trump zeigt Brief

12.07.2018 19:14

US-Beziehungen: Kim rühmt „epochalen Fortschritt“

 „Eine sehr nette Nachricht vom Vorsitzenden“: Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat in einem persönlichen Brief an US-Präsident Donald Trump einen „epochalen Fortschritt“ in den Beziehungen beider Länder konstatiert. In dem Schreiben, das Trump am Donnerstag auf Twitter veröffentlichte, bezeichnet Kim sein Gipfeltreffen mit Trump im Juni in Singapur zudem als „Beginn einer bedeutsamen Reise“. Zum nordkoreanischen Atomprogramm, dessen kompletten Abbau Kim in Singapur zugesagt hatte, äußerte sich der Machthaber in dem Brief jedoch nicht.

Kim dankte Trump lediglich für dessen „tatkräftige und außerordentliche Anstrengungen“ für die Verbesserung der bilateralen Beziehungen und zur „getreulichen Umsetzung“ der Vereinbarung von Singapur.

„Ich glaube fest, dass der starke Wille, die aufrichtigen Bemühungen, die außergewöhnlichen Anstrengungen und die einzigartige Herangehensweise von mir selbst und seiner Exzellenz dem Präsident, die auf die Eröffnung einer neuen Zukunft zwischen der Demokratischen Volksrepublik von Korea und den Vereinigten Staaten abzielen, sicherlich fruchten werden“, heißt es in der vom Weißen Haus verbreiteten englischen Übersetzung des Papiers. Kim zeigte sich auch zuversichtlich, dass ein weiteres Treffen mit Trump zustande kommen werde.

Trump bezeichnete den Brief in seinem Twitter-Beitrag als „sehr netten Kommentar“ von Kim. „Große Fortschritte werden erzielt“, betonte auch er.

Bei einem Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo in der vergangenen Woche in Nordkorea waren neue Irritationen über die Atomfrage aufgekommen. Das Land hatte Pompeo „Gangster-mäßige Methoden“ bei den Gesprächen über die Denuklearisierung vorgeworfen. Pompeo dagegen sprach von Fortschritten „in fast allen zentralen Fragen“.

Trotz der jüngsten Vorwürfe Nordkoreas an die USA sieht auch Südkorea die Gespräche über die atomare Abrüstung des Nordens auf dem richtigen Weg. Entsprechend äußerte sich Südkoreas Präsident Moon Jae In am Donnerstag nach Angaben des Präsidialamtes bei einem Besuch in Singapur. Nordkoreas Kritik nach einem Treffen in Pjöngjang gehöre zur Verhandlungsstrategie des Nachbarn.

Kim hatte bei dem Gipfeltreffen mit Trump im Juni zugesagt, an einer „kompletten Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel“ zu arbeiten. Er ließ aber offen, wie und wann das Atomwaffenprogramm abgewickelt werden soll.

Die in Singapur getroffenen Vereinbarungen zum nordkoreanischen Atomwaffenprogramm werden von vielen Seiten, darunter Kritikern in den USA, als viel zu vage bezeichnet. Das Gipfeldokument definiert nicht, was genau unter der „Denuklearisierung“ zu verstehen ist, und enthält auch keine Festlegungen zu einem Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen.

 krone.at
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