Museum im Web

Google bringt Iraker Nationalmuseum ins Internet

Web
01.12.2009 10:04
Google will Anfang kommenden Jahres die Schätze des irakischen Nationalmuseums im Internet dokumentieren. Bei einem Besuch des Museums sagte Vorstandschef Eric Schmidt, dass bereits 14.000 Fotos von Objekten des Museums aufgenommen worden seien. Er könne sich kein sinnvolleres Projekt vorstellen, als diese Fotos jetzt Milliarden von Menschen zugänglich zu machen. "Hier entstanden die Anfänge der Zivilisation", sagte Schmidt.

Nach dem Sturz von Saddam Hussein im April 2003 gehörte das Nationalmuseum zu den Kultureinrichtungen in Bagdad, die geplündert und zum Teil in Brand gesetzt wurden. US-Truppen waren damals scharf kritisiert worden, die Einrichtung nicht besser geschützt zu haben. Nach fast sechsjähriger Schließung wurde das Nationalmuseum im Februar wiedereröffnet.

Direktorin Amira Edan zufolge konnten bisher etwa 5.000 der schätzungsweise 15.000 Gegenstände, die bei der Plünderung verloren gingen, wiederbeschafft werden. Laut Edan werde das Google-Projekt sowohl ein nützliches Werkzeug für das Studium der alten Kultur in Mesopotamien sein als auch eine Gelegenheit für interessante Ausflüge in die Vergangenheit.

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