Mo, 10. Dezember 2018

Auf Grünen-Initiative

12.04.2018 21:25

Auch EU-Parlament will jetzt Zuckerberg-„Verhör“

Das Europaparlament hat sich im aktuellen Facebook-Datenskandal geschlossen dafür ausgesprochen, den Chef des sozialen Netzwerks, Mark Zuckerberg, vorzuladen. Die Vorsitzenden aller Fraktionen unterstützten am Donnerstag eine entsprechende Initiative der Grünen-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht und Sven Giegold, wie Albrecht mitteilte.

Die Grünen hatten Parlamentspräsident Antonio Tajani in einem offenen Brief dazu aufgefordert, Zuckerberg in verschiedene Ausschüsse einzuladen. Der 33-Jährige Facebook-Chef war in dieser Woche bereits an zwei Tagen in Folge zu stundenlangen Anhörungen im US-Kongress erschienen.

„Zuckerberg muss sich stellen, um glaubwürdig zu bleiben“
„Die breite Unterstützung über die Fraktionsgrenzen hinweg zeigt, wie ernst das Europäische Parlament die Lage nimmt. Zuckerberg muss sich nun den Europaabgeordneten stellen, um glaubwürdig zu bleiben“, sagte Albrecht.

Im aktuellen Skandal um Facebook und die britische Analysefirma Cambridge Analytica könnten nach Einschätzung von Facebook die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein - unter ihnen sollen auch 2,7 Millionen EU-Bürger sein.

Bereits im März erstmals eingeladen
EU-Parlamentspräsident Tajani hatte Zuckerberg eigenen Angaben zufolge bereits im März schriftlich eingeladen, ins EU-Parlament zu kommen. Eine Absage habe es bisher nicht gegeben, sagte seine Sprecherin am Donnerstag. Eine erneute Einladung verleihe dem Schreiben von vor gut drei Wochen Nachdruck.

Tajani selbst schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: „Wir sind zuversichtlich, dass Herr Zuckerberg auch bereit sein wird, unsere Fragen zu beantworten und zu zeigen, dass er sich ebenso gegenüber den europäischen Bürgern rechenschaftspflichtig fühlt.“

Gespräche mit Facebook laufen
EU-Justizkommissarin Vera Jourova telefonierte am Donnerstagabend mit Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg zu dem Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica. Sie teilte danach mit, sich dafür ausgesprochen zu haben, dass Zuckerberg ins Europaparlament komme. Sanders habe in dem Telefonat bestätigt, dass eventuell noch mehr Apps persönliche Daten von Facebook-Nutzern und ihren Freunden gesammelt haben könnten, sagte Jourova. Facebook müsse nun uneingeschränkt auch mit europäischen Ermittlern kooperieren.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Randale bei Sieg-Party
Nach Copa-Sieg: River-Fans attackieren Polizei
Fußball International
Kritik an US-Präsident
Meryl Streep: „Ich habe Angst vor Trump“
Adabei
Mit zwei Badezimmern
Messi kauft sich Privatjet für 13 Millionen Euro
Fußball International
Messerstiche im Rücken
Mädchen (16) ermordet: Verdächtiger flüchtig
Oberösterreich
„Stolzer, starker Bub“
Australien trauert um Muskelprotz-Känguru „Roger“
Video Viral
Exklusiv gefahren!
Hyundai Veloster N: Ferner Star der Kompaktraketen
Video Show Auto

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.