Mo, 16. Juli 2018

22-Jähriger erschossen

23.03.2018 10:33

Fatale Verwechslung: Cops hielten iPhone für Waffe

Polizisten in Sacramento im US-Bundesstaat Kalifornien haben einen unbewaffneten Afroamerikaner im Garten seiner Großmutter erschossen. Nach eigenen Angaben gingen die Beamten davon aus, dass der 22-Jährige bewaffnet gewesen sei. Tatsächlich wurde jedoch nur ein weißes iPhone neben seiner Leiche gefunden. Insgesamt schossen sie 20 Mal auf den 22-Jährigen. Er starb noch am Ort des Geschehens.

Der Vorfall, über den US-Medien am Donnerstag berichteten, geschah bereits am Sonntagabend nach Einbruch der Dunkelheit. Die beiden Polizisten hatten auf einen Notruf reagiert, wonach ein Verdächtiger mehrere Autoscheiben eingeschlagen und sich danach in einem Garten versteckt habe.

Am Mittwoch wurden das Material der Körperkameras der Polizisten sowie die Luftaufnahmen eines Helikopters veröffentlicht. Zu sehen ist, wie die Beamten das Feuer auf den jungen Mann eröffnen, ohne sich als Polizisten erkennen zu geben.

Hunderte Demonstranten protestierten am Donnerstag gegen die tödlichen Polizeischüsse. Sie versammelten sich zunächst im Rathaus in der Stadt Sacramento. Danach blockierten sie eine Schnellstraße und den Eingang zu einem Stadion, wo ein NBA-Basketballspiel stattfand.

In den USA gibt es seit langem eine Debatte um Polizeigewalt gegen Schwarze. Immer wieder gibt es Aufruhr um Fälle, bei denen unbewaffnete Afroamerikaner von Polizisten erschossen werden. Unter dem Schlagwort „Black Lives Matter“ hat sich seit einigen Jahren eine nationale Protestbewegung formiert.

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