Eine Untersuchung des österreichischen Virenspezialisten Ikarus Software zeigt, dass fast 80 Prozent von Privat-Rechnern von Viren und anderen bösartigen Scripts befallen sind, die sicher nicht auf dem System wünscht sind.
Auf den heimischen PCs hausen jede Menge Parasiten- von User-Tracking-Cookies bis zu Dialern, Bots, Spyware, Floodern,Trojanern und Backdoor-Viren. Dies geht aus dem aktuellen Ikarus-Virenberichtfür das erste Quartal 2004 hervor, in dem rund 1.100 neueVirenstämme gezählt wurden. Die häufigsten fünfViren-Ausbrüche gehen auf das Konto von Sober.C, Mydoom.A,Netsky.B, Netsky.D und Bagle.B. Die Viren-Spezialisten warnenvor einer "Virenplage biblischen Ausmaßes."
Alleine Mydoom.A, der in Österreich innerhalbder ersten sechs Stunden, in denen er wütete, über 230.000Mails verseuchte, veranschaulicht, welches Verbreitungspotenzialin den jüngsten Schädlingen steckt. Die steigende Komplexitätder neuen Viren führe dazu, dass sie von vielen Anwendernnicht mehr sofort als Bedrohung wahrgenommen werden.
Hinterlistige Betreff-Texte wie: "Deutschland suchtden Superstar" oder "Angekündigte Klage einer Polizei-Dienststellein Düsseldorf" lassen User vertrauensvoll auf das Attachementklicken. Auch vermeintliche Warnungen oder Updates von Microsoftoder Virenschutzsoftware-Herstellern sind geeignet, das Misstrauenvieler Anwender zu überlisten. Immer mehr Virenschreiberhaben den Menschen als das schwächstes Glied in der Kettemöglicher Abwehrmaßnahmen entdeckt. Sie zum Doppelklickzu veranlassen garantiert epidemische Ausmaße. Ikarus sprichtsich dafür aus, dass wesentliche Teile der Abwehrmaßnahmenvon den Providern wahrgenommen werden sollten.
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