Sa, 21. Juli 2018

Hightech-Metalle

22.01.2018 10:11

Lithium und Kobalt könnten knapp werden

Hersteller von Elektroautos und anderen Hightech-Produkten müssen sich weltweit auf eine steigende Knappheit der wichtigen Rohstoffe Lithium und Kobalt einstellen. Es drohen zwar keine unmittelbaren Engpässe, weil die Vorkommen den erwarteten Bedarf insgesamt noch übertreffen. Das deutsche Öko-Institut warnt aber vor zumindest "zeitweisen Verknappungen".

International nimmt der Wettbewerb um Zugang zu den zentralen Ressourcen zu. Auch die deutsche Wirtschaft hatte jüngst betont, dass Risiken bei der Beschaffung bestehen. Das gelte auch für Graphit oder Mangan, ohne die es "keine Zukunftstechnologien 'made in Germany'" geben könne.

Die Deutsche Rohstoffagentur erklärte, die Bundesrepublik sei bei Elektro-Auto-Rohstoffen völlig auf Importe angewiesen. Man muss jedoch unterscheiden zwischen den noch großen Vorkommen, den konkreten Fördermengen und dem industriellen Bedarf.

Hightech-Metalle
Lithium und Kobalt sind zwei der wichtigsten Rohstoffe für Batterien und damit entscheidend für den Durchbruch der vielerorts noch schleppenden Elektromobilität. Die beiden Metalle kommen aber auch in zahlreichen weiteren Hightech-Produkten vor.

Das chemische Element Lithium ist ein sogenanntes Alkalimetall, ähnlich wie Natrium oder Kalium. In Batterien ist es in geladener (ionisierter) Form wichtig für die Speicherung von Elektrizität. Der Lithium-Ionen-Akku bildet eine Basistechnologie vieler Anwendungen, auch bei Smartphones und Notebooks. Das Leichtmetall kommt meist in Verbindungen vor. Als schimmerndes "weißes Gold" wird Lithium im Bergbau gewonnen - vor allem in Südamerika, China und Australien.

Kobalt ist ebenfalls ein chemischer Grundstoff. Das Metall wirkt als guter Strom- und Wärmeleiter, auf der Erde tritt es vorwiegend in Erzen auf. In Akkus werden Sauerstoffverbindungen (Oxide) von Kobalt eingesetzt, weitere Substanzen dienen zum Färben. Auch Magneten in der Energietechnik enthalten kobalthaltige Substanzen. Wichtige Förderer sind der Kongo, weitere Länder Afrikas, China und Kanada.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.