29.01.2004 16:34 |

Spam als Kunst

Das goldene Zeitalter des Spam

Statt immer nur über Spam zu schimpfen, kann man daraus doch etwas Neues, Kreatives machen, dachten sich drei US-Künstler und machten daraus kurzerhand eine Ausstellung: „Fossile aus dem dem goldenen Zeitalter des Spam“ zeigt, wie künftige Historiker auf unsere Mail-Kultur zurückblicken würden.
Eine enorme Kollektion an Spam-Mails, brav archäologischeingeteilt in die Kategorien Immobilien, dringende Meldungen ,Heimarbeit, Waren und persönliches Aussehen. Neben einemHaufen Pornografie zeigt die Ausstellung Koffer, die mit allerleiZeug angefüllt sind, die in den Spam-Mails versprochen werden- Diätpillen und Penis-Expander. Grafiken an den Wändenzeigen "wissenschaftlich", welche Methoden von Spammern angewendetwerden um Aufmerksamkeit zu erregen, wie etwa Personalisierungdurch persönliche Anrede. Aus der Perspektive spätererGenerationen werden die leeren Versprechungen absichtlich falschinterpretiert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf sprachlichen,fast poetischen Redewendungen. Außerdem blickt die Ausstellungzurück zur "prähistorischen" Zeit der ersten Spams,als sie von den Menschen noch ernst genommen wurden.
Donnerstag, 13. Mai 2021
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