Sa, 22. September 2018

Lösegeldforderung

06.05.2009 12:16

Hacker fordert 10 Millionen US-Dollar

Stolze zehn Millionen US-Dollar Lösegeld (rund 7,5 Millionen Euro) fordert ein Hacker von der Gesundheitsbehörde des US-Bundesstaates Virginia für vertrauliche Daten von über acht Millionen Schmerzmittel-Patienten, die er von der Website der Behörde gestohlen hat. Sollte das Virginia Department of Health Professions nicht zahlen, sollen die Datensätze an den Meistbietenden verkauft werden.

Mit den Worten "Ich habe euren Scheiß! In diesem Moment befinden sich 8.257.278 Patientendaten und 35.548.087 Verschreibungen in meinem Besitz" hatte der Erpresser seinen Datendiebstahl US-Medienberichten zufolge im Internet bekannt gegeben. In seinem Bekennerschreiben verriet der Cyber-Kriminelle außerdem, dass er von den Datensätzen verschlüsselte Kopien angefertigt und die Originaldaten anschließend gelöscht habe. Für zehn Millionen US-Dollar würde er das zur Entschlüsselung benötigte Passwort jedoch verraten, andernfalls wolle er die Daten "auf dem freien Markt" anbieten, heißt es in dem Erpresserbrief.

Die gestohlenen Daten stammen aus dem Virginia Prescription Monitoring Program, das genaue Angaben zur Herausgabe von rund 35 Millionen Rezepten über Opiate und andere Schmerzmittel umfasst, um Drogenmissbrauch bei Schmerzmittelpatienten zu verhindern. Apotheker und Ärzte können über das System die Daten von Patienten einsehen, die verschreibungspflichtige Medikamente anfordern. Patienten sind in der Datenbank mit Name, Alter, Adresse, Sozialversicherungs- sowie Führerscheinnummer erfasst.

Wie Sandra Whitley Ryals, Direktorin der Gesundheitsbehörde, gegenüber der "Washington Post" erklärte, wurden "umfassende Ermittlungen durch Bundes- und Staatsbehörden" eingeleitet.

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