Es gibt Keyboards und es gibt das neue diNovo-Keyboard. Logitech stellt mit seiner neuer Designer-Tastatur nicht nur etwas fürs Auge sondern hat auch einige schlaue Ideen verwirklicht. Krone.at hat den Porsche unter den Eingabegeräten getestet.
Wunderschöner Blauzahn
Was zuerst ins Auge fällt, ist natürlich
das hübsche flache Design des Keyboards, das wirklich edel
und gut verarbeitet ist. Die Kollegen im Büro werden grün
vor Neid. Doch dann fällt der Blick auf den Nummernblock,
der als separate Eingabeeinheit neben dem Keyboard platziert wird.
Was ist das eigentlich? Das sogenannte "Media Pad" ist das Herzstück
von diNovo und verfügt über ein LCD-Display und kann
in angenehmem Abstand zur Tastatur platziert werden und dient
als Multimedia-Fernsteuerung . Ergänzt wird das Set von der
optischen Maus MX900, die in Funktionalität, Ergonomie und
Präzision begeistert. Erstmals setzt Logitech massiv auf
den drahtlosen Funkstandard "Bluetooth". Dank Bluetooth-Verbindung
kann der PC drahtlos mit anderen Geräten, wie drahtlosen
Druckern oder PDAs kommunizieren. Die integrierte Mobile Phone
Suite zeigt SMS vom Bluetooth-Handy an und ermöglicht die
Bearbeitung der Kontakte am PC.
Nager als Stromfresser
Die Installation gestaltet sich etwas umständlicher
als bei vielen anderen drahtlosen Systemen. Die Basis-Station
wird per USB-Port an den PC angeschlossen und wird zudem mit der
Steckdose verbunden, weil sie auch als Ladestation für die
Maus dient. Sobald dem "Nager" der Saft ausgeht, schlägt
eine kleine Anzeige in der Taskleiste Alarm und er muss in die
Ladestation. Das kann sich mitten unter der Arbeit als sehr lästig
erweisen. Am besten lässt man eine Reservemaus stets angeschlossen,
was aber auch nicht Sinn der Sache sein kann. Während man
mit normalen Funkmäusen meist monatelang arbeiten kann, ist
das Logitech-Gerät ein richtiger Stromfresser. Zumindest
muss man durch die Wiederauflade-Funktion keine neuen Batterien
besorgen. Die MX900 besitzt kleine Zusatztasten um schneller zwischen
Programmfenstern zu wechseln und schnell zu scrollen. Mit zwei
Pfeiltasten kann man per Daumen in der Internet-History vor und
zurück blättern.
Keyboard mit Shortcuts
Das Keyboard verfügt über Shortcut-Tasten,
mit denen schnell Suchmaschinen geöffnet oder die Internet-Startseite
aufgerufen werden kann. Praktisch ist die Lautstärken-Regelung
und die Stummschaltung per Tastendruck. Startet man den PC neu
oder nützt die Eingabegeräte nicht, brauchen die Eingabegeräte
eine längere Reaktionszeit von mehreren Sekunden, um wieder
in Betrieb zu kommen.
Multimedia-Fernsteuerung
Mit den Media-Tasten wird entweder der Logitech-eigene
Player bildschirmfüllend gestartet oder wahlweise der MS
Media Player. Das Media Pad besitzt die selben Funktionen und
soll vor allem als Fernsteuerung dienen - etwa um vom Wohnzimmertisch
aus Filme oder Musik am PC zu starten ohne sich aus den bequemen
Kissen erheben zu müssen. Daneben verfügt das Pad über
eine Taschenrechner-Funktion, die unabhängig vom PC funktioniert.
Eine nette Idee ist die Anzeige von E-Mails und Messenger-Nachrichten
auf dem LCD-Display, allerdings gibt es hier zu wenige Einstellungsmöglichkeiten,
sodass dies nur ein kleines Spielzeug bleibt.
Fazit: Mit fast 300 Euro
ist das diNovo der blanke Luxus und kostet fast soviel wie ein
sehr günstiger PC. Für Menschen, denen Design und modernste
Technik sehr wichtig ist, ist der Desktop gewiss trotzdem sehr
attraktiv. Neben Schönheit gibt es praktische Zusatzfunktionen,
die man nicht unbedingt braucht, aber auch nicht mehr missen möchte,
hat man einmal Blut geleckt. Die umständliche Installation
und die geringe Akkulaufzeit der Maus, sowie die langsame Ansprechzeit
aus dem Ruhezustand sind ärgerlich, vor allem bei einem Gerät
dieser Preisklasse.
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