Motorola hatte bereits Ende vergangenen Jahres die Streichung von 3.000 Jobs angekündigt, nach einem weiteren Quartalsverlust sollen nun noch einmal 4.000 Stellen wegfallen. Die Einsparungen beliefen sich auf insgesamt 1,5 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen nach US-Börsenschluss mit. Neben der Wirtschaftskrise macht Motorola auch eine verfehlte Modellpolitik zu schaffen. Es war dem amerikanischen Hersteller nicht gelungen, einen ansprechenden Nachfolger für sein Erfolgsmodell RAZR zu entwickeln. Knapp 3.000 Jobs streicht Seagate. Der weltweit größte Hersteller von Festplatten will zudem die Gehälter des Vorstands kürzen.
Microsoft erwägt Stellenabbau
Einem Zeitungsbericht zufolge erwägt Microsoft ebenfalls einen deutlichen Stellenabbau. Mögliche Streichungen könnten kommende Woche bekannt gegeben werden, hieß es am Donnerstag im "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Eine genaue Zahl sei nicht zu erfahren gewesen, es gehe aber um weit weniger als die bis zu 15.000 Arbeitsplätze, über die zuletzt spekuliert wurde. Außerdem suche der Windows-Hersteller noch nach anderen Einspar-Möglichkeiten, dank derer doch keine Jobs wegfallen müssen, hieß es.
Auch Google muss sparen
Sparen muss auch der erfolgsverwöhnte Internetkonzern Google. Zwar wolle man weiter Mitarbeiter einstellen, jedoch deutlich weniger als bislang, erklärte das kalifornische Unternehmen am Donnerstag. Daher werde man 100 Stellen in der Abteilung für Personalsuche streichen. Darüber hinaus ist geplant, eine Reihe von wenig genutzten Diensten nicht mehr zu unterhalten oder weiterzuentwickeln.
Intel mit massivem Einbruch bei Gewinn und Umsatz
Der Halbleiterhersteller Infineon schickt ab Februar rund 1.800 Mitarbeiter seines Dresdner Werkes in Kurzarbeit - zunächst für einen Zeitraum von sechs Monaten. Chip-Hersteller Intel gab am Donnerstagabend einen Gewinneinbruch von 90 Prozent auf 234 Millionen Dollar (179 Millionen Euro) bekannt. Der Umsatz fiel um fast ein Viertel auf 8,2 Milliarden Dollar.
Krise trifft PC-Markt hart
Die sinkende Nachfrage macht sich auch auf dem PC-Markt bemerkbar. Nach den satten Wachstumsraten der vergangenen Jahre errechneten die Marktforschungsunternehmen Gartner und IDC für das Schlussquartal 2008 bestenfalls noch ein Mini-Plus. Dabei verhinderte der andauernde Boom der kleinen und billigen Netbooks noch schlechtere Absatzzahlen.
Die Marktforscher von Gartner ermittelten im vierten Quartal ein leichtes Plus von 1,1 Prozent auf 78,1 Millionen Geräte. Laut IDC ist der Markt im Jahresvergleich sogar um 0,4 Prozent geschrumpft. Weder Rabattaktionen noch der Boom der billigen Netbooks hätten die Auswirkungen der Krise ausgleichen können. In den vergangenen Jahren waren die PC-Verkäufe im Schnitt um jeweils rund 15 Prozent gestiegen.
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